Einen Steinwurf von der Basler Staatsanwaltschaft entfernt liegen offiziell die Büros der Mars One Ventures AG. Die Aktien dieser Firma sind an der Deutschen Börse gehandelt worden und das Ziel war ein Mächtiges: die Finanzierung des ersten bemannten Flugs auf den Mars.

Der Aktienhandel wurde eingestellt, nachdem die deutsche Finanzmarktaufsicht Bafin die Basler Firma bereits zweimal mit Bussen in sechsstelliger Höhe belegt hatte. Mars One hatte Börsenvorschriften missachtet.

Nun hat auch die Schweizer Revisionsfirma den Bettel hingeschmissen. Mars One ist dem Treuhänder über 20'000 Franken schuldig für den Jahresabschluss 2016 und hat bis zur Kündigung keine Informationen geliefert, um den Jahresabschluss 2017 zu revidieren. Da die Mars One auf die Demission der Revisionsfirma nicht reagiert hatte, liess sich die Gesellschaft nun selbst aus dem Handelsregister streichen.

Medienanfragen werden nicht beantwortet. Und statt sich um eine ordnungsgemässe Organisation zu kümmern, verkündet der Holländer Bas Lansdorp, Verwaltungsratspräsident und Kopf der Raumfahrt-Mission, neue Ziele. Der Mars ist ihm nicht mehr realitätsfremd genug.

Gemäss einem Bericht des deutschen Portals «Businessinsider» liegen seine Gedanken nun bei Missionen zur Venus und zu Jupiter-Monden. Das kleine Problem, das es zu überwinden gelte: Leben lässt sich auf diesen Trabanten noch viel schwieriger vorstellen als auf dem Mars. Für die Staatsanwaltschaft ist es schon schwierig sich vorzustellen, welch galaktisches Geschäftsleben sich ein Steinwurf von ihr entfernt entwickelt.