Seit Mittwoch stehen wieder rund 200 elektrische Miet-Trottinettes in Basel. Sie stammen vom Deutschen Mobilitäts-Startup «Tier» und sollen keine Probleme mit den Bremsen machen, wie ein Sprecher auf Anfrage versichert. Der Seitenhieb gilt der Konkurrenz-Firma «Lime», die im Herbst mit elektrischen Trottinettes in Basel gestartet ist, diese jedoch wegen Problemen mit den Bremsen von der Strasse nehmen musste. Ob und wann «Lime» mit seinen grünen Trottis zurückkehrt, hat die Firma gestern nicht mitgeteilt.

Die Gefährte von «Tier» sind auf den ersten Blick baugleich. Auch preislich spielen die beiden Firmen in einer ähnlichen Liga, bei beiden kostet das Entsperren einen Franken und die Fahrt 30 Rappen pro Minute. Unterschiede gibt es gemäss «Tier»-Sprecher hingegen bei der Organisation. Während «Lime» auf sogenannte «Juicer» setzt, die – ähnlich wie Uber-Fahrer –, als Selbständigerwerbende die Fahrzeuge einsammeln, aufladen und wieder ausbringen, arbeitet «Tier» mit einer lokalen Firma zusammen. Welche das in Basel ist, wollte der Sprecher nicht sagen. «Geschäftsgeheimnis.»

Dass «Tier» Basel Stadt für den Schweizer Markteintritt gewählt hat, habe viel damit zu tun, dass sich die Basler Behörden sehr offen zeigten. Tatsächlich braucht es in Basel keine Bewilligung, es reicht, seine Firma beim Amt für Mobilität zu registrieren. Das hat «Tier» auch bereits getan, wie Martin Dolleschel, Projektleiter beim Amt für Mobilität, sagt. Er verrät auch, dass weitere Firmen folgen könnten: «Es gibt eine Reihe von Sharinganbietern, die an einem Start in Basel Interesse signalisieren.» Allerdings lassen sie sich nicht in die Karten blicken, wann und mit welchen Fahrzeugen sie starten werden.