Das Mövenpick Restaurant trägt den Namen «Brasserie Baselstab», auch wenn das damit verbundene Versprechen beim Interieur wenig Entsprechung findet. Dies soll sich ändern. Im Verlauf des kommenden Jahres werde der in die Jahre gekommene Betrieb am Basler Marktplatz runderneuert und ein «detailgetreues» Ambiente als Brasserie erhalten, sagt Olivia Hähnel, Projektmanagerin bei Mövenpick. Der Umbau in Basel erfolge etappenweise, sagt Hähnel.

Der Basler Umbau hat Pilotcharakter für rund ein Dutzend weiterer «Brasserien» in der Schweiz und in Deutschland, die innerhalb des Mövenpick-Konzerns nach dem gleichen Gastrosystem funktionieren. Das neue Konzept hat die Zürcher Branding-Agentur Process entwickelt, die vor einigen Jahren bereits der zweiten Mövenpick-Kette «Marché» ein neues Gesicht verpasst hatte.

Streit mit Pro Infirmis

Mövenpick hat nicht als einzige erkannt, dass sich ihr Basler Lokal an prominenter und touristenattraktiven Lage anbietet, um exemplarisches Vorgehen zu zeigen. Im Sommer 2010 trug die Allmendverwaltung an diesem Standort einen Streit aus, wie gross der Glacewagen sein darf. Der Glacestand musste vorübergehend weichen. Über mehrere Jahre focht Pro Infirmis zudem ein Musterprozess gegen das Lokal. Die Behindertenorganisation wollte ein Präjudiz für das strenge Basler Baugesetz erreichen, das einen behindertengerechten Zugang für öffentliche Gebäude verlangt.

Mövenpick sagte im Pro-Infirmis-Streit, Basel drohe unattraktiv zu werden. Davon ist derzeit allerdings nicht die Rede. Schliesslich investiert Mövenpick auch in ein Fünf-Sterne-Hotel, das 2020 an der Stelle des abgerissenen Hotel Hilton beim Bahnhof SBB eröffnet wird.