Spalenacht

Der «Nebenschauplatz» für eine Nacht im Zentrum

Die Spalenvorstadt lädt zum geniessen ein

Die Spalenvorstadt lädt zum geniessen ein

Die «Spalenacht» soll den Baslern und ihren Gästen zeigen, was die Spalenvorstadt zu bieten hat. Nicht nur Shopping, sondern auch Strassenkünstler wie Zauberer und Tänzer sollen die Besucher begeistern.

Die Läden in der Spalenvorstadt haben zu kämpfen. «Wir wünschen uns alle mehr Kunden», sagt Nathalie Steinle. Sie ist Inhaberin von «Purpur» und verkauft unter anderem orientalisches Interieur und Musik. Es ist eines von vielen Geschäften, die sich in der Spalenvorstadt aneinanderreihen. Die meisten davon sind inhabergeführt. Nur die beiden Bäckereien Sutter und Streule gehören zu einem grösseren Unternehmen.

Während die Innenstadt von grossen Kundenströmen profitiert, bleiben diese in der Spalenvorstadt aus. «Touristen schauen sich zwar das Spalentor an, kehren dann aber um und nehmen so von unseren Läden keine Kenntnis», sagt Steinle. Doch klagen möchten die Gewerbetreibenden in der Spalenvorstadt nicht: «Lieber wollen wir den Mehrwert unserer schönen Einkaufsstrasse aufzeigen.»

Ein Abendverkauf für die Spale

Am Freitag lädt die IG Spalenvorstadt deshalb zur ersten «Spalenacht». Dann sind die Geschäfte bis 22 Uhr geöffnet und in der ganzen Strasse werden Windlichter aufgestellt. Sonst schliessen die meisten Läden ihre Türen um 18.30 Uhr. Da sie inhabergeführt sind, dürften sie auch sonst bis 22 Uhr offen haben. Für die meisten Inhaber ist das aber keine Option, da sie oftmals die einzigen Mitarbeiter sind.

Das Tor öffnet sich

Auch das Spalentor kann am Freitag von innen besichtigt werden — eine seltene Gelegenheit. Viele Artisten sollen zudem die Strasse beleben. So treten zum Beispiel Zauberer und Tänzer auf und die Künstlerin Aite Ursa Tinga spielt Harfe. Da gleichentags das Basler Hafenfest beginnt, war es laut Steinle schwierig, Künstler zu organisieren.

Mit einer künstlerischen Intervention will zudem die «Stör-Akademie» des Basler Kollektivs «Die Zelle» ab 19 Uhr dafür werben, dass das basel-städtische Kunst- und Kulturdepartement vom Präsidialdepartement getrennt wird. Auch eine Unterschriftensammlung ist geplant. Die Gruppe war letztmals mit ihrer Pappteller-Aktion an der Art Basel in Erscheinung getreten, die zu einem Polizeieinsatz geführt hatte, der seither immer wieder mediale Wellen schlägt.

Im Oktober des vergangenen Jahres hatten die Läden in der Spalenvorstadt letztmals bis 22 Uhr geöffnet — damals fand der letzte «Moonwalk» statt. Der Vorgänger der «Spalenacht» fand nur an Vollmondtagen statt. Wegen eines personellen Wechsels bei den Organisatoren wurde nun das Konzept des Anlasses geändert. Die «Spalenacht» soll zweimal im Jahr stattfinden, jeweils im Frühling und im Herbst.

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