Basel
Der Pro Innerstadt-Gutschein bekommt ein neues Design

Die Bons sind seit 40 Jahren bares Geld wert und werden beliebter denn je. Jetzt bekommen sie ein neues Design und werden mit einem Strich-Code versehen.

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Die Grösse der Bons wird den Geldnoten angepasst.

Die Grösse der Bons wird den Geldnoten angepasst.

Ben Koechlin Fotografie

Es gibt wohl kaum Baslerinnen und Basler, die noch nie einen Pro Innerstadt-Gutschein geschenkt erhalten haben. Der Bon für einen Einkauf beim lokalen Gewerbe wird dieses Jahr 40. Und er ist beliebter denn je: «Am Anfang wurde weniger als eine Million Franken damit umgesetzt, heute sind es über acht Millionen», sagt Matthias F. Böhm, Geschäftsführer von Pro Innerstadt Basel. Als der Bon 1975 lanciert wurde, war die Idee, eine Währung zu schaffen, von der das lokale Gewerbe direkt profitiert. Gedruckt wurden Bons im Wert von 10, 20 und 50 Franken. Bei der zweiten Auflage von 1994 bis 1997 waren es dann nur noch 20 und 50 Franken. Allerdings wurden diese Bons rasch aus dem Verkehr gezogen, weil sie zu einfach fälschbar waren.

Das Papier bleibt

Zum Geburtstag erhält der Bon nun ein neues Design. «Wir haben ihn zeitgemäss gestaltet und alle Sicherheitsmerkmale verstärkt», erklärt Böhm. Die Gutscheine werden weiterhin auf Papier gedruckt. Die Grösse wird den Bargeldnoten angepasst, «damit sie ins Portemonnaie passen», sagt Böhm. Und sie werden mit einem Strich-Code versehen, damit künftig zum Beispiel auch an den angekündeten neuen Automaten der Basler Verkehrsbetriebe mit dem Bon bezahlt werden kann.

Ein Wertkarten-Prinzip wie es zum Beispiel die Grossverteiler Coop und Migros anbieten, wird es bei Pro Innerstadt nicht geben: «Wir prüfen das immer wieder. Aber unsere Hauptbezüger wollen keinen Plastik verschenken.» Denn: «Man kann Plastik noch so attraktiv verpacken, es bleibt relativ emotionsloser Plastik», sagt Böhm. Darum wird der Geld-Wert weiterhin als Basler Währung auf Papier gedruckt. Böhm geht eher davon aus, dass die Bons mit einer Kommunikationstechnologie im Bereich NFC ergänzt werde, also einer Technologie des bargeldlosen Zahlungsverkehrs.

Verkauft werden die Gutscheine bei über 20 Verkaufsstellen in der ganzen Basler Innenstadt – ab November im neuen Design. Die Bons sind zehn Jahre lang gültig. Sie können in ungefähr 250 Geschäften eingelöst werden, darunter sind Apotheken, Bäckereien, Galerien, Juweliere, Sportgeschäfte, Warenhäuser, aber auch Restaurants, Museen und an einigen Events sind sie auch gültig. Böse Zungen behaupten, viele der Gutscheine würden gar nicht eingelöst und würden verfallen. Böhm dementiert: «Die Einlösequote beträgt 98 Prozent, wir sehen also keinen Grund, etwas am Konzept zu ändern.» (hpa)