Es ist ein grossartiges Sportereignis, das am 18. Mai in Basel stattfinden wird: der Europa-League-Final, der zweitwichtigste Final im Klubfussball und der grösste Klubwettbewerb, was die Anzahl Teilnehmer betrifft. Anders als zu erwarten, war das Endspiel aber gar nicht schwer zu bekommen. Im Rahmen der Präsentation des Pokals, der seit Dienstag im Historischen Museum am Barfi zu sehen ist, erklärte Peter Howald, Leiter der lokalen Projektorganisation, wie die Stadt den Zuschlag bekommen hat.

«Im Zuge der Neuorganisation der Europameisterschaft 2020 hatte sich der Schweizer Fussballverband interessiert gezeigt, ein Spiel auszutragen, den Zuschlag aber nicht bekommen. Dann hat man sich geeinigt, dass Basel dafür ein Europa-League-Finale austragen darf.» Es habe lediglich ein Zeichen der Regierung gebraucht, und schon hatte die Stadt das Spiel auf sicher. Nun geht es keinen Monat mehr, bis die Sieger der Spiele Shakhtar Donetsk – Sevilla und Liverpool – Villarreal aufeinander treffen werden. Weil aber eben noch immer unklar ist, wer das Finale bestreiten wird, seien die Planungen eher kompliziert. «Aber wir können sagen, dass die Vorbereitungen planmässig verlaufen», so Howald.

Zwei Millionen für die Sicherheit

Am Dienstag wurden die Details des Sicherheits- und Verkehrskonzepts bekannt, welches grossräumige Sperrungen inklusive Sperrzone rund um das Joggeli sowie Unterbrechungen des öffentlichen Verkehrs und Absperrungen diverser Verkehrsachsen nach sich ziehen wird. «Die Kosten dafür belaufen sich auf 1 bis 2 Millionen Franken», sagt Martin Roth von der Kantonspolizei Basel-Stadt, welche die Kosten tragen wird.

Basel wird aber nicht nur Ausgaben haben, sondern vom Anlass vor allem profitieren. So wird damit gerechnet, dass rund 5500 Hotelübernachtungen generiert, 900 Medienschaffende aus 50 Ländern sowie rund 35'000 Fans nach Basel kommen werden. Hinzu kommt, dass das Spiel von rund 190 Millionen Fernsehzuschauern aus 100 Ländern verfolgt werden wird.

Die sechs Spiele, die während der Europameisterschaft 2008 in Basel ausgetragen wurden, wurden im Vergleich «nur» von 155 Millionen Fernsehzuschauern verfolgt. «Das sind alles Zahlen, die sich mit einem finanziellen Gegenwert nicht aufwiegen liessen», wie Sabine Horvath, Leiterin Standortmarketing sagt.

Der einzige Wermutstropfen, so SFV-Generalsekretär Alex Miescher, sei, dass es der FCB nicht in diesen Final geschafft hat. «Aber wenn es so weiter geht, wird dieser Pokal bald einmal nach Basel gehören.»