Basel

Der Reingewinn von Syngenta schrumpft um 11 Prozent

Syngenta in Basel. (Archiv)

Syngenta in Basel. (Archiv)

Der Agrarchemiekonzern Syngenta hat im vergangenen Jahr weniger Gewinn erwirtschaftet. Der Reingewinn schrumpfte um 11 Prozent auf 1,6 Mrd. Dollar. Grund dafür sind Restrukturierungen und Wertberichtigungen.

Syngenta erwirtschaftete 2013 einen Konzernumsatz von 14,69 Mrd. Dollar - 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Zu konstanten Wechselkursen hätte das Wachstum sogar 5 Prozent betragen. Der Reingewinn schrumpfte derweil aber um 11 Prozent auf 1,64 Mrd. Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch in Basel bekanntgab.

Saatgut drückt auf Gewinn

Beim operativen Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) machte die Abnahme 7 Prozent aus. Auf die Rentabilität drückten hauptsächlich Einmal-Aufwendungen beziehungsweise einmalige Mindereinnahmen im Bereich Saatgut, wie Finanzchef John Ramsay vor den Medien darlegte.

So musste Syngenta letzten Herbst einen Abschreiber von 170 Mio. Dollar auf seinen Saatgutvorräten vornehmen. Zudem hatte der Konzern im Vorjahr Lizenzeinnahmen von 256 Mio. Dollar verbucht, die nun nicht mehr anfielen. Dann wirkten sich in der Saatgutproduktion höhere Kosten von 175 Mio. Dollar aufgrund der Dürre in den USA von 2012 aus.

In der Saatgutsparte verzeichnete Syngenta einen um 1 Prozent gesunkenen Umsatz von 3,2 Mrd. Dollar. In der umsatzstärkeren Pflanzenschutzsparte stiegen dagegen die Verkäufe um 6 Prozent auf 10,92 Mrd. Dollar. Im kleinsten Bereich, Lawn and Garden, ging der Umsatz um 9 Prozent auf 691 Mio. Dollar zurück.

Regional gesehen musste Syngenta einen Rückgang in Nordamerika hinnehmen: Dort sank der Umsatz im integrierten Geschäft aus Saatgut und Pflanzenschutz um 2 Prozent auf 3,85 Mrd. Dollar. Dagegen stieg er in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten um 6 Prozent auf 4,22 Mrd. Dollar, in Lateinamerika um 7 Prozent auf 3,99 Mrd. Dollar und im Raum Asien/Pazifik um 6 Prozent auf 1,94 Mrd. Dollar.

Neues Effizienzpaket

Mit dem 2011 lancierten integrierten Geschäftsmodell erzielte Syngenta 2013 nach eigenen Angaben Effizienzgewinne von 460 Mio. Dollar. Bis 2015 sollen es jährliche Nettoeinsparungen von 650 Mio. Dollar sein. Am Mittwoch kündigte die Konzernspitze nun eine neues Massnahmenpaket an, das die betriebliche Effizienz weiter fördern soll.

Dieses konzentriere sich auf kundennahe Aktivitäten, Kosteneinsparungen und Effizienzgewinne in der Produktion und die Effizienz in Forschung und Entwicklung. Bis 2018 will der Konzern so Effizienzgewinne von jährlich etwa 1 Mrd. Dollar erzielen. Die einmaligen Gesamtkosten für die Umsetzung des Programms beziffert Syngenta mit etwa 900 Mio. Dollar.

Der Fokus liege dabei auf Effizienzgewinnen und nicht auf Stellenstreichungen, betonte dabei CEO Mike Mack. Zwar könne es Veränderungen geben, so beispielsweise beim Zusammenlegen von Forschungs- und Entwicklungsstandorten. Doch das Paket umfasse eine Reihe von Massnahmen, ziele aber nicht auf die Stellenzahl.

Höhere Dividende

Für 2014 erwartet Syngenta ähnliche Umsatzzahlen wie 2013, eine steigende Bruttomarge und mehr Gewinn. Langfristig sieht sich der Konzern auf Kurs, bis 2020 das gesetzte Umsatzziel von 25 Mrd. Dollar zu erreichen.

Die Aktionäre sollen trotz des Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr eine Dividendenerhöhung um 5 Prozent auf 10 Fr. je Aktie erhalten. Der Vorschlag sei darin begründet, dass im laufenden Jahr mit der Generierung von liquiden Mitteln gerechnet werde.

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