Während wir uns bis vor nicht allzu langer Zeit noch mit Aperol Spritz und Gin Tonic zufriedengeben mussten, stehlen sich heute – insbesondere im Kleinbasel – nette Bars wie Angels’ Share, Irrsinn, Klingeli, Styx oder Blaupause mit ausgefallenen Cocktailkreationen gegenseitig die Show. Was heute über den Tresen geschoben wird, sind auf die individuellen Bedürfnisse des Gastes abgestimmte Mixturen, die wahre Geschmackserlebnisse hervorrufen.

Anfang Mai wird mit dem «Quarterdeck» auch auf dem Hafenareal, Basels beliebtestem Sommer-Hotspot, eine Cocktailbar Einzug halten. Betrieben wird das Sommerlokal von den Inhabern der beiden Bars Irrsinn und Angels’ Share, Pioniere der Basler Cocktailszene schlechthin.

Das steigende Interesse an der kreativen Trinkkultur während der letzten zehn Jahren hängt zu einem grossen Teil auch mit dem Einfluss der Expats zusammen, bestätigt Christoph Stamm, Inhaber vom «Angels’ Share»: «Die Expats zelebrieren die Cocktailkultur mehr als der Durchschnitts-Schweizer. Neben unserer Nachbarschaft sind es die Expats, die das ‹Angels’ Share › regelmässig füllen.»

Von Jamaika bis Japan

Anders sieht dies während der heissen Monate aus. Während der Sommer 2018 für viele als Traumsommer in Erinnerung bleiben dürfte, haben sich die lokalen Barinhaber an manch einem Wochenende zumindest ein paar Tropfen Regen gewünscht. «Es ist unheimlich deprimierend, seinen Gästen nachzuwinken, während diese gemütlich Richtung Rhein zotteln», so Stamm. Umso mehr freut sich das «Quarterdeck»-Team auf den Neuanfang am Hafen: «Endlich kommen wir raus aus unseren Löchern!»

Ähnlich sommerlich wie die Location des ehemaligen Sonnendecks wird auch die Getränkekarte vom «Quarterdeck» daherkommen. «Der Schwerpunkt liegt unter anderem auf nicht zu starken, sogenannten Low ABV-Drinks mit wenig Alkohol. Und Cocktails in der Flasche, die auch gruppenweise genossen werden können», verrät der 38-jährige Stamm.

Mal schmeckt es nach Japan, mal nach orientalischen Gewürzen: «Unser Ziel ist es, verschiedene Reiseerinnerungen zu wecken. Sodass auch jene, die ihre Sommerferien in Basel verbringen, in den Genuss von ein bisschen Exotik kommen», führt Stamm aus. «Zum Beispiel dank unserer Slushy-Maschine, in Form eines speziellen Biers aus Japan oder eines exotischen Tiki Cocktails.»

Wer Scheiaweia sucht, ist laut Stamm auf dem «Quarterdeck» allerdings fehl am Platz. «Ab und an dezente Livemusik, ja. Eine Eventlocation wollen wir aber auf keinen Fall werden!»

Apéro – ganz ungespritzt

Eröffnet wird dieses Wochenende – das «Quarterdeck»-Team hofft auf schönes Wetter. Bei Sonnenschein soll hier, in der Nähe vom Dreiländereck, während fünf Monaten auf dem Liegestuhl zur etwas verloren gegangener Apéro-Kultur zurückgefunden werden.

Kleiner Vorgeschmack gefällig? «Also, ich hätte jetzt unglaublich Lust auf einen Roku Highball – eine Gin-Tonic-Variante mit etwas Schärfe und Yuzu, japanisch angehaucht, schön frisch und leicht», schwärmt Stamm. Kollege Roger Grüter hingegen empfiehlt einen Signature Drink Quarterdeck: «Rum, Sherry und ein bisschen Limette. Nicht ohne, aber perfekt an einem freien, sonnigen Nachmittag!» Wozu die Reise nach Japan oder in die Karibik? Der Sommer am Rhein kann kommen.

   

www.quarterdeck.ch / www.angelsshare.bar / www.irrsinnbar.ch