Ein echter Basar herrschte zehn Monate lang um den neuen Globalbeitrag der Kantone Baselland und Basel-Stadt für die Universität Basel. Ein stetes Wachstum der kantonalen Beiträge für die Jahre 2014 bis 2017 forderte die Universität in ihrem Antrag, den sie im vergangenen Oktober eingereicht hatte – im Wissen darum, dass vor allem die Baselbieter Regierung aus finanziellen wie politischen Gründen Abstriche machen wird.

Eine Analyse zeigt nun: Gegenüber ihrem Antrag fehlen der Universität 50 Millionen Franken. Dies werde dazu führen, dass die Strategie nur teilweise umgesetzt werden könne, bestätigt Christoph Tschumi, Verwaltungsdirektor der Universität Basel. Auf der einen Seite wollen die Kantone 33 Millionen Franken weniger bezahlen als beantragt. Auf der anderen Seite wird die Universität verpflichtet, von ihren Reserven zu zehren und das Eigenkapital von 20 auf 2 Millionen Franken zu reduzieren.

Begründet wird die Schmälerung der universitären Forderung allerdings nicht inhaltlich oder finanziell, sondern allein buchhalterisch: Die Universität sei wie schon in der laufenden Leistungsperiode von einer zu hohen Teuerung ausgegangen. In einem Brief vom 23. August warnte Uniratspräsident Ueli Vischer diese Korrektur werde «in ihrer Deutlichkeit nicht ohne Sorge registriert» – ohne Erfolg.

Als Knackpunkt erwies sich die Finanzierung des Jahres 2017. Gemäss dem Uni-Staatsvertrag ist dann Baselland zu einem höheren Anteil am Kostenschlüssel verpflichtet, was zu einem Kostensprung für den Landkanton geführt hätte. Dieser wird nun dadurch abgefedert, dass die Universität einen Abstrich von 15 Millionen machen muss und Basel-Stadt zudem mit einem buchhalterischen Trick die Rechnung um zehn Millionen Franken entlastet. Konkret soll dann die Universität als Mieter basel-städtischer Immobilien nur noch 14 statt 24 Millionen Franken bezahlen.

Ein Entgegenkommenan Baselland – gegen den Willen der Uni – ist auch die Erhöhung der Studiengebühren um vier Millionen Franken. Nur in einem Punkt zeigt sich die Universität standhaft. Trotz entsprechender Forderungen des Landrats will sie keine höheren Gebühren für ausländische Studierende. Rektor Antonio Loprieno sagt, ausländische Studierende seien neuerdings «ein strategisch wichtiger Teil unserer Studierendenschaft». Höhere Gebühren für Ausländer hätten daher keine Priorität.