Vogel Gryff

Der «Vogel Gryff» tanzt wieder im Kleinbasel

Der Wild Maa landet unterhalb der Mittleren Brücke und tanzt mit Vogel Gryff und Leu

Der Wild Maa landet unterhalb der Mittleren Brücke und tanzt mit Vogel Gryff und Leu

Der «Vogel Gryff» zieht am Freitag das Kleinbasel erneut in seinen Bann. Die traditionellen Wappenhalter der Kleinbasler Ehrengesellschaften, Vogel Gryff, Wild Maa und Leu, ziehen mit ihren jahrhundertealten Tänzen viel Volk an.

Bei wolkenverhangenem Himmel nach dem Regen machte sich der Wild Maa am Vormittag oberhalb der Stadt auf seine Talfahrt auf dem Rhein. Um elf Uhr landete er unterhalb der Mittleren Brücke, wo er von den beiden andern Wappentieren und viel Schaulustigen begrüsst wurde.

Dem Grossbasel den Rücken gekehrt

Während der Fahrt flussabwärts hatte der Wild Maa auf dem Floss zu Trommelwirbeln und begleitet von Böllerschüssen getanzt. Dabei kehrte er, wie es die Tradition verlangt, dem linksufrigen Grossbasel stets seinen Rücken zu.

Erster Publikumshöhepunkt war danach zur Mittagszeit der Tanz aller drei Ehrenzeichen auf der Mittleren Brücke. Vogel Gryff, Wild Maa und Leu sind die Ehrenzeichen der «Drei E.», der Kleinbasler Ehrengesellschaften zum Greifen, zur Hären und zum Rebhaus.

Das Motto der drei Ehrengesellschaften ist in diesem Jahr die Jugend. Aus diesem Grund wurden ein paar junge Ehrengäste geladen. Darunter sind SP-Grossrätin Salome Hofer, die CVP-Landrätin Sabrina Mohn und der FCB-Star Beni Huggel.

Bis tief in die Nacht wird weiter gefeiert

Über 30 Auftritte vor Meistern und Vorgesetzten der «Drei E.» folgen danach jeweils an dem bis tief in die Nacht dauernden Kleinbasler Festtag. Dazu gehört auch der Auftritt am «Gryffemähli» im Kongresszentrum der Messe Basel; an diesem mehrstündigen Festakt sind die 450 Gesellschaftsbrüder und deren Gäste unter sich.

Die «Drei E.» sind im Mittelalter aus zunftähnlichen Zusammenschlüssen der Kleinbasler Bürger hervorgegangen. Sie nahmen teils öffentliche Aufgaben wahr, waren indes nicht nach Berufen organisiert. Der Brauch des «Vogel Gryff» entwickelte sich aus den jährlichen Waffeninspektionen früherer Zeiten.

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