Euro-Airport
Destinationen in Lateinamerika sind künftig schneller erreichbar

Die spanische Fluggesellschaft Iberia bietet ab kommenden Sonntag täglich ausser Donnerstag Flüge ab Basel zu ihrem Drehkreuz in Madrid an. Nach einem Nachtflug ist man am nächsten Morgen schon in Montevideo oder Santiago de Chile.

Peter Schenk
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Iberia auf dem Flughafen Madrid

Iberia auf dem Flughafen Madrid

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Das Drehkreuz von Iberia befindet sich in Madrid, im Bild der Flughafen

Das Drehkreuz von Iberia befindet sich in Madrid, im Bild der Flughafen

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Am Sonntag ist es soweit: Lateinamerika rückt ein wenig näher. Ab 26. März fliegt die spanische Fluglinie Iberia neu jeden Abend ausser Donnerstag vom Euro-Airport (EAP) nach Madrid. Der Abflug in Basel ist um 18.40 Uhr und um 20.50 Uhr kommt man in Spanien an. Von dort gibt es 18 Umsteigeverbindungen, mit denen man nach einer Wartezeit von zwei bis drei Stunden über Nacht weiter nach Südamerika reisen kann.

Ankunft schon um 7.35 Uhr

Angeboten werden zum Beispiel Landstreckendestinationen wie Buenos Aires, Mexico City, Montevideo, Santiago de Chile und Sao Paulo. «Der Euro-Airport wird so mit Lateinamerika verbunden», betonte Marco Sansavani, kommerzieller Direktor, heute Mittwoch auf der Medienkonferenz auf dem Flughafen. Je nach Ziel dauern die Flüge zwischen 10 und 13 Stunden. Aufgrund der Zeitverschiebung kommt man in Montevideo um 7.35 Uhr oder in Santiago de Chile um 8.45 Uhr an.

Flughafen-Direktor Matthias Suhr zeigte sich erfreut: «Die Verbindung nach Madrid ergänzt unser bestehendes Netzwerk um ein weiteres Drehkreuz», sagte er.

Von Madrid gibt es auch Flüge zu weiteren Zielen in Spanien, Portugal oder auch nach Johannesburg. Sansavani geht davon aus, dass voraussichtlich 45 Prozent der Fluggäste Umsteigeverbindungen nutzen, die übrigen bleiben in Madrid. 2017 bietet Iberia auf der neuen Strecke 60'000 Sitzplätze an. Sansavani rechnet damit, dass die neuen Angebote auch von der Basler Pharmaindustrie genutzt werden. «Wir wissen das aufgrund von Nachfragen an unseren Schaltern an den Flughäfen Zürich und Genf.» Dort ist Iberia bereits präsent.

Hin- und Zurück ab 97 Franken

Ein Hin- und Rückflug zwischen EAP und Madrid ist ab 97 Franken zu haben. «Wir sind gegenüber Easyjet konkurrenzfähig», zeigte sich Sansavani überzeugt. Der Fluggast habe die Wahl zwischen einem Basisangebot und der Businessklasse. Nach Madrid fliegt Iberia mit Maschinen der A 320-Flotte, die 122 bis 200 Passagiere fassen. Auf einigen Langstreckendestinationen wird ab Anfang Mai zusätzlich eine neue Premium Economy Class angeboten.

Iberia ist Mitglied der Gruppe IAG, zu der auch British Airways gehört, sowie der Oneworld Allianz. Die Fluggesellschaft feiert dieses Jahr ihren 90. Geburtstag und verfügt über 135 Flugzeuge. Iberia ist seit drei Jahren rentabel und machte 2016 einen Gewinn von 271 Millionen Euro. Laut offiziellen Statistiken war sie 2016 die pünktlichste Fluggesellschaft der Welt.