Arbeitsmarkt

Deutlich mehr Arbeitslose durch Coronakrise - auch die Jugend hat zu kämpfen

Die Arbeitslosenquote ist durch die Coronakrise deutlich gestiegen.

Die Arbeitslosenquote ist durch die Coronakrise deutlich gestiegen.

Die neuesten Arbeitslosenzahlen des Kantons sind deutlich. Nur der Kurzarbeit-Anstieg hat diese gedämpft. Waren es im Februar 2020 noch 20 Kurzarbeit-Anmeldungen, sind es im März bereits 78000 gewesen.

Das Coronavirus und die dazugehörigen Massnahmen haben den Schweizer Arbeitsmarkt geschwächt. Wie neue Zahlen des Kantons Basel-­Stadt zeigen, steigen die Arbeitslosenzahlen seit Anfang März 2020 im Vorjahresvergleich kontinuierlich. Ende August dieses Jahres sind insgesamt 4142 Personen als arbeitslos gemeldet, knapp 44 Prozent mehr als noch im Vorjahr, als es insgesamt 1274 Personen waren. Die Arbeitslosenquote beträgt Ende August vier Prozent, während sie im letzten Jahr noch bei knapp unter drei Prozent lag. Seit Mai variiert die Quote kaum merklich. Laut Dossier sei so etwas vor allem in den Sommermonaten aussergewöhnlich und geschah zuletzt im Jahr 2010 nach der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Ebenso besorgniserregend ist die überdurchschnittlich hohe Zunahme der Jugendarbeitslosenquote. In Basel-­Stadt ist sie von 3,2 Prozent im Februar 2020 auf fünf Prozent im Juli 2020 gestiegen. Ende August liegt sie bei 4,7 Prozent knapp unter dem Vormonat. Im Sommer werden im Schnitt jedes Jahr mehr Jugendliche arbeitslos, weil viele Schul- und Lehrabgänger noch keine Stelle gefunden haben. Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit im Frühling ist jedoch auf die Pandemie und die schwierige Arbeitsmarktlage zu schliessen.

Historischer Anstieg der Kurzarbeit

Als die Coronamassnahmen im März verhängt wurden, sind die Kurzarbeit-Anmeldungen deutlich gestiegen. Während es im Februar dieses Jahres noch 20 Anmeldungen waren, wurde im März Kurzarbeit für rund 78000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer genehmigt.

Im April und Mai waren die Zahlen mit insgesamt 88000 höher. In den darauffolgenden Monaten Juli und August sind die Zahlen dann wieder auf 69000 Anmeldungen zurückgegangen. Wie viel der genehmigten Kurzarbeit tatsächlich in Anspruch genommen wurde, ist dem Kanton allerdings noch nicht bekannt.

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