Menschenfreundlich, hell und von viel Grün umgeben, so soll dereinst das neue Lörracher Zentralklinikum aussehen. Der Entwurf wurde kürzlich von den deutschen Architekten sander.hofrichter vorgestellt. Das Büro ist auf den Bau von Krankenhäusern und Spitälern spezialisiert.

Als Grundidee bedienten sich die Planer der Form eines Kleeblattes. In der Medienmitteilung heisst es: «Die drei dreigeschossigen Pflegetrakte des Zentralklinikums recken sich kleeblattähnlich über einem zweigeschossigen Funktionssockel in Richtung der freien Landschaft.»

Die neue Klinik befindet sich im Norden Lörrachs in der Nähe des Stadtteils Brombach und soll auch eine neue S-Bahn-Haltestelle bekommen. In ihr sollen die vier Krankenhäuser des Landkreises Lörrach in einem zusammengefasst werden. Der Baubeginn ist 2020 und der Bezug 2025 geplant. Das Zentralklinikum wird 653 Betten zuzüglich von 120 Betten für die Erwachsenen-Psychiatrie erhalten. Die Kosten werden auf 239 Millionen Euro geschätzt.

Deutsche zurückholen

Zuzüglich der Kosten für das Grundstück und die Erschliessung dürfte der Gesamtbetrag laut «Badische Zeitung» zwischen 350 und 400 Millionen Euro liegen. In Basel dürfte die Entwicklung des Zentralklinikums mit Interesse verfolgt werden, zumal es das erklärte Ziel des Trägers ist, deutsche Patienten, die sich derzeit in der Schweiz behandeln lassen, zurückzuholen. Das Universitäts-Spital Basel hatte letztes Jahr immerhin 1422 stationäre Patienten mit Wohnsitz in Deutschland. Das Claraspital weist für 2017 450 Patienten aus Deutschland aus.

Die Architekten bemühten sich, die Patientenzimmer zur Sonne auszurichten. Architekt Linus Hofrichter sagt: «Es ist bewiesen, dass die bauliche Umgebung und die Blickbeziehungen aus den Zimmern die Heilung fördern können.» Die medizinischen Kernbereiche des Klinikums liegen im Zentrum. In der Mitteilung heisst es: «So liegen alle Diagnostikbereiche in unmittelbarer Nähe zur Notaufnahme im Erdgeschoss. Der Weg in den OP-Bereich und in die Intensivstationen im ersten Obergeschoss ist sehr kurz. Die Mutter-Kind-Klinik behält als Teil des Gesamtklinikums eine eigene Identität.»