Ausländerstatistik
Deutsche verdienen in Basel mehr als Schweizer – 9 Fakten zur Integration, die Ihnen nicht bewusst waren

Das Statistische Amt Basel-Stadt stellte am Mittwoch seine Analyse zur Zuwanderung vor – mit überraschenden Erkenntnissen. Wir haben die besten Fakten für Sie zusammengestellt.

Jonas Hoskyn
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Die Pharma-Branche ist ein Grund für die starke Zuwanderung in der Region

Die Pharma-Branche ist ein Grund für die starke Zuwanderung in der Region

Daniel Nussbaumer

1. In den letzten zwei Jahrzehnten stieg der Ausländeranteil in Basel-Stadt von einem Viertel auf über ein Drittel.

2. Mit 55,7 Prozent den höchsten Ausländeranteil hat das Rosentalquartier. Allgemein verbucht das Kleinbasel die Höchstwerte. Den grössten Zuwachs hatte in den letzten zwei Jahrzehnten allerdings das Grossbasel, namentlich die Quartiere Grossstädte und St. Alban mit je über 15 Prozentpunkten.

3. Eine Schweizerin stellt im Schnitt ein Kind auf die Welt. Eine Frau aus dem Balkan oder der Türkei deren zwei. Bei Frauen aus der arabischen Welt liegt die Quote bei 3,4 Kindern.

4. It’s the Elternhaus, stupid. Am erfolgreichsten in der Schule sind Kinder aus Deutschland mit einer Gymnasialquote von 57 Prozent. Bei den Schweizern besucht jedes zweite Kind das Gymnasium – bei Kindern aus der Türkei oder dem Balkan nicht einmal jedes sechste.

5. Gleichzeitig kann jedes fünfte Kind mit einem Schweizerpass nicht gut genug Deutsch für den Kindergarten und muss in die Frühförderung.

6. Statistisch gesehen verfügen Deutsche in Basel über eine bessere Bildung als Schweizer. Das schlägt sich auch im Gehalt nieder: Während Schweizer im Schnitt mit 66'000 Franken veranlagt werden, liegen Deutsche bei fast 94'000 Franken. Am meisten verdienen im Schnitt Personen aus Nordamerika und Asien: Im Schnitt fast 129'000 Franken pro Veranlagung.

7. Während die Sozialhilfezahlen bei den meisten Nationalitäten über lange Zeit stabil blieben, explodierten in den letzten Jahren die Zahlen bei Personen aus arabischen und afrikanischen Ländern. 2016 bezog dort jeder zweite mindestens einmal Unterstützung der Sozialhilfe.

8. Die unschöne Seite des arabischen Frühlings: 2011 schnellten die Straftaten von jungen arabisch-stämmigen Männern in die Höhe. Innert eines Jahres verdreifachte sich ihre Zahl in der Kriminalstatistik. Mittlerweile ist die Quote wieder auf dem ursprünglichen Niveau angelangt.

9. Und zum Schluss: Fast drei Viertel der Schweizer beurteilen den Bevölkerungsmix als Bereicherung – Tendenz steigend.