Der Mann aus Montenegro, der an der Uhren- und Schmuckmesse Baselworld Diamanten im Wert von über 8 Millionen Franken gestohlen hat, ist eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und darf deshalb bis Juni 2024 den Schengen-Raum nicht mehr betreten. So entschied das Bundesverwaltungsgericht gestern in St. Gallen.

Die Uhren- und Schmuckmesse Baselworld stand in den Jahren 2010 und 2011 im Mittelpunkt einer spektakulären Diebstahl-Aktion. Einer Bande gelang es damals, Schmuck und Diamanten im Wert von total 8,57 Millionen Franken zu erbeuten. Allein vier gestohlene Diamanten hatten einen Wert von 8.3 Millionen Franken.

Wo die kostbaren Schmuckstücke und Steine geblieben sind, ist nicht bekannt. Im Februar 2014 stand der heute 45-Jährige vor dem Basler Strafgericht. Dieses verurteilte den Dieb zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren. Auf Beschwerde hin reduzierte das Appellationsgericht die Strafe auf viereinhalb Jahre. Es erachtete eine Strafe von sieben Jahren im Vergleich zu anderen Fällen im Bereich Vermögensdelikte als zu hart.

Täter ist bereits ausgeschafft

Gestützt auf diese Verurteilung erliess das Staatssekretariat für Migration im Mai 2016 gegenüber dem Montenegriner ein achtjähriges Einreiseverbot, sowohl für die Schweiz als auch für den Schengen-Raum. Dagegen erhob der Dieb, der inzwischen nach Verbüssung seiner Strafe in sein Heimatland ausgeschafft worden ist, Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht. Darin argumentierte er, dies sei unverhältnismässig. Zudem beanstandete er, dass das Einreiseverbot auf den ganzen Schengen-Raum ausgeweitet worden ist.

Die Richter in St. Gallen haben nun die Beschwerde vollumfänglich abgewiesen. (UPI)