Es werde Licht
Die 5000 LED-Leuchten im Rocheturm sind stromsparend

Die Basler Beleuchtungsfirma Regent setzt voll auf Leuchtdioden – auch im Rocheturm. «Statt Wartungs-Intervallen von 4 Jahren steht erst nach 20 Jahren ein Lampenwechsel an», erklärt der Projektleiter Gebäudetechnik des Pharmariesen.

Stefan Schuppli
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Beat Koller, Leiter des Regent-Labors, an der sogenannten Ulbricht-Kugel, mit der gemessen wird, wie viel Licht ein LED-Modul abgibt.

Beat Koller, Leiter des Regent-Labors, an der sogenannten Ulbricht-Kugel, mit der gemessen wird, wie viel Licht ein LED-Modul abgibt.

Kenneth Nars

5000 LED-Leuchten verbaute Regent im Roche-Turm. Sie werden rund 50 Prozent weniger Energie verbrauchen als eine konventionelle Beleuchtung. Ingenieure gehen davon aus, dass ein Drittel der Primärenergie auf die Beleuchtung entfällt.

In einem intensiven Evaluationsprozess seien Musterleuchten mit Kompaktleuchtstofflampen und LED-Lichtquellen verglichen worden, war bei Regent während eines Firmenbesuchs zu erfahren. Regent habe mit einer hervorragenden Systemeffizienz von bis zu 118 Lumen pro Watt überzeugt. Werte der bisherigen Technologien liegen bei 60 (Energiesparlampen) und 15 Lumen pro Watt (Glühlampen).

Rasche «Rückzahlung»

Sorgfältige Handarbeit in der Regent-Montage.

Sorgfältige Handarbeit in der Regent-Montage.

Kenneth Nars

Ein Referenzprojekt

Patrick Dreyfus und Manuel Levy, CEO bei der Regent Beleuchtungskörper AG, sehen den Roche-Turm als hochkarätiges Referenzprojekt. Hocheffiziente LED-Leuchten hätten jetzt den Durchbruch in der Bürobeleuchtung geschafft.

Lichtemittierende Dioden (LED) sind die Beleuchtungstechnologie der Zukunft, sagt Marketingleiter Hinrik Wachsmut anlässlich der Führung. Die Basler Beleuchtungsfirma, die in Basel mit rund 400 Mitarbeitenden tätig ist, hat sich die LED-Technologie schon längstens angeeignet. Architekten seien in Beleuchtungsfragen oftmals überfordert. Denn LED biete wegen der flachen Bauweise und der möglichen elektronischen Steuerung völlig neue Möglichkeiten: Die Dioden können in Decken und Wände eingebaut werden, sie können farblich variieren, sie können mit Smartphones automatisch angesteuert werden. Das sei bei Firmen mit variablem Arbeitsplätzen entscheidend: Die Ausleuchtung, Farbgebung und sogar die Höhe der Arbeitsfläche könne in einem App gespeichert werden, welches via Bluetooth das persönliche «Lichtprogramm» an die nächste Beleuchtungseinheit weitergibt.

Auch andere Firmen wie etwa Vodafone Düsseldorf, die «Zürich» oder sogar Spitäler wenden Regent-Technologie an. Die Geburtsklinik im Basler Bethesda-Spital will sich mit einem innovativen Lichtkonzept als Trendsetter im Schweizer Gesundheitswesen profilieren. Lichtfarbe und -intensität seien auf den natürlichen Tagesverlauf abgestimmt. Das unterstütze den menschlichen Biorhythmus und trage zu einer Wohlfühlatmosphäre bei.

Regent bleibt in Basel

Öffentliche Führung

Im Rahmen des von der Unesco ausgeschriebenen Internationalen Jahrs des Lichts bietet Regent am 9. Mai Führungen durch das Licht-Labor an der Dornacherstrasse 390 an. Bis zum 22. Mai werden Programme für verschiedene Interessengruppen zusammengestellt wie etwa für Schüler, Lehrlinge und Spezialisten; darin inbegriffen sind Vorträge und geführte Touren.

info.bs@regent.ch, www.regent.ch

Regent betreibt überdies ein vom Seco zertifiziertes unabhängiges Lichtlabor. Dort werden Leistungen und Lebensdauer von Lichtanlagen gemessen.