300 pinke Luftballons liessen die Messbesucher heute um 12 Uhr als Startschuss zur Basler Herbstmesse steigen. Als der Mässglöckner Franz Bauer um Punkt 12 Uhr das Glöckli in der Martinskirche läutet ging ein Raunen durch die Menge. Anschliessend ein lauter Applaus und helle fröhliche Kinderstimmen.

Sobald der hohe Klang der Glocke erklang, stürmten die Besucher auch schon gegen Münster- oder Barfüsserplatz. Die erste Viertelstunde, in welcher man gratis fahren kann, muss schliesslich ausgenutzt werden. Für die 547. Basler Herbstmesse werden ungefähr eine Million Besucher erwartet.

Neben vielen altbewährten Traditionsständen und -bahnen hat es dieses Jahr an der Herbstmesse mehr als 30 neue Attraktionen. Dazu zählen eine Achterbahn mit einer Schienenlänge von 980 Metern oder oder die Riesenschaukel "Konga", die dem Publikum in 45 Metern Höhe ein Dschungelerlebnis verspricht.

Nicht an Beliebtheit verloren hat der traditionelle "Hääfelimärt" auf dem Petersplatz. Dem Zeitgeist entsprechend gibt es an der Herbstmesse nun auch Verpflegungsstände mit vegetarischen Leckerbissen. Für die Teilnahme am Grossevent haben sich 1003 Schausteller und Marktfahrer beworben. 508 erhielten eine Zusage.

"D'Mäss" dauert dieses Jahr bis zum 12. November. Auf dem Petersplatz endet sie jedoch zwei Tage später. Bis zum 5. November finden gleichzeitig die Basler Weinmesse und die Herbstwarenmesse statt, in deren Rahmen das erste Urban Art Festival durchgeführt wird. Während neun Tagen geben Graffiti- und Street Art-Künstler aus dem In- und Ausland einen Einblick in ihr Schaffen

Die Basler Herbstmesse blickt auf eine lange Tradition zurück. 1449 ging in Basel mit dem 18-jährigen Konzil auch ein wirtschaftlicher Aufschwung zu Ende. Ein Jahrmarkt sollte helfen, Gegensteuer zu geben. 1471 erhielt die Stadt schliesslich von Kaiser Friedrich III. die Erlaubnis dazu. Seither gibt es in Basel ohne Unterbruch "d'Mäss". (om/sda)