Schnitzelbängg

Die Baselbieter liefern die beste Pointen – die zweite Ladung Comité-Bängg

Dr Spitzbueb singt im vollen Theater Basel.

Nicht nur weil dieser Jahrgang so viel Freude bereitet, bringen wir nochmals eine Ladung Comité-Bängg. Denn ja: Einen der besten rappt ein Baselbieter.

Beginnen wir mit unserem Lieblingsthema, mit der Grossrätin Steinle, die ihren Liebling im Ratssaal stillte. Die Schnaabelwetzer singen:

E Riise-Gschyss im Grosse Root, ob s au mit Buschi goht.
S wird gfluecht und debattiert, bis äine usse rächts uffstoht
Und yyneschreit: No so-n e Gnopf? Do bruuchts e scharfs Verbot!
Y ha schon mit zwäi Gnöpf e Gnuusch, wenn ich abstimme sott.
Mir sinn total drgeege, wenn s um gläini Buschi goot.
So Schreihäls, Duumelutscher ghööre nit in Grosse Root.
E Goof, dä chräit, dä gyyxt und schreit – das Buschi wottsch nit gschänggt.
Mir z Basel hänn jo schliesslig unsre Baschi – und das längt!

Tierisch geht es bei den Schooffsuuri zu und her:

E Spinnkaib vom Dierschutz will d Chaise nimm haa
S Ponyrytte an der Herbschtmäss das glaubt au no grad draa. Mir Bänggler mir blyybe - no verschoont vo däm Schrott
Fir uns als «Schooffsuuri» git s kai Nachtfluug-Verbott.

Der Singvogel nimmt die Mätzchen der Technik auf die Schippe:

Nach em Elektro-Trotti-Renne dur s Quartier
fählt im Altershäim d Frau Bluem vom Zimmer vier.
Zoobe spoot kunnt denn e Whatsapp us Andeer:
Wetter gut, bleibe hier, Akku leer.
Uf der Frauewanderig fuschtet s Bernadette:
Hets do im Schächetal denn gar kei Internet?
E Fotti uffelaade us der Bäiz goht nit.
Ych iss e Wurschtsalaat, und niemer griegt das mit!

Und d Schwoobekäfer schlagen zu:

Ych hätt so gärn vom Gammelfleisch e Värsli welle singe.
Do sage si: Das isch vor vier Joor gsi, das kasch nüm bringe;
Das Gammelfleisch vo 15 nomol z bringe, wär nit gschiggt! -
Was ka denn ych drfür, wenn s scho syt vier Joor umme ligt???

Bestens abgehangen ist hingegen der Uralt-(Chnulleri-)Spruch zum Värsli-Schluss:

S isch d Laitig vo de BVB e raini Katastrophe.
Dr Wessels bhaltet d Auge zue, zem friidlig wyter schlofe.
Do ka me numme uf e Rot, e altbewährte, loose:
Dä haisst: Das Pack uf d Schiine lege und in s Depot bloose!
Und wo dr Wessels doch verwacht isch, her är d Auge griibe;
Zerscht het är gstuunt, denn het är glacht, denn isch är liige bliibe:
Vo wäge uns in s Depot bloose – schwätzed doch kai Schutt;
Das könnet Ihr jo gar nit mache – d Schiine sin kabutt

Was wäre eine Fasnacht ohne Baselbieter? Nichts! Ein herzlicher Dank also Richtung Süden, und wir lassen das Schunggebegräbnis zu Worte kommen:

Im Rothuus zue Basel, do hänn si Verbarme
und stryyche jetz s Bättelverbot für die Arme.
D Bättler könne ruhig schloofe,
z Basel darfsch kein me stroofe,
kasch au nümm in d Kischte koo…
Wie sinn d Baselbieter froh!

Wir gehen nach Riehen…

Mir sinn am Usflug vyl gloffe, mir hänn nümm könne faare,
will das Büssli vo de BVB bim Profil het miesse spaare.
Sinn gwanderet über Stock und Stei,
sinn im Dorf aakoo mit schwere Bei,
doch het uns z Rieche ungeniert
grad e Pfarrer d Fiess massiert!

…und kehren nach Basel zurück.

In d Höchi! Verdichte! Dr neu Schtadtbau-Fimmel!
Hochhuus um Hochhuus waggst z Basel in Himmel.
S wird d Skyline neu zooge
ganz ohni s Volgg z frooge,
drfür entscheide mir ellai:
Trottoir oder Bsetzischtai?

Beim Spitzbueb rollt der FCB:

Dr FCB fyyrt ganz intyym:
D Männer – ooni s Fraue-Tyym.
Sunscht hätt s am Fescht, y mögt s ne gönne,
au Gescht ghaa, wo bitz schutte könne.
Schaqiri, Xhaka, isch ain dinn,
merggsch graad vo woo die Buebe sinn:
Si mache denn gäärn voor em Lyybli
allewyyl no s Basler Dyybli.

Und dann wirds schon ein bisschen frech:

Nümm ’Nääger’, ’Yugo’, nümm ’Polagge’,
nümm ’Tschingg’ und ’Schlitzaug’ und ’Kanagge’;
au ’Sauschwoob’ isch e Laadehieter.
Was knabb no goot isch ’Baselbieter’.

Was meint Heiri, der legendäre Baselbieter Rapper, dazu? Er hält sich daran, dass auch das Baselbiet so einiges zu bieten hat:

Roger-Arena sett siy heisse, die neu St. Jakobshalle.
Worum nid Sankt Rogerpark, daas würd mer au no gfalle.
Säint Federer Hall wär exklusiv, öbbis für die nooble Gmieter
Uff Baaseldütsch übersetzt, häisst daas: Häilige Baaselbieter.

Und noch zwei Buschi-Värs, das grosse Lieblingsthema an der diesjährigen Bangg-Saison. Nochmals der Spitzbueb:

Dr Gallacchi, CVP, maint drogge:
«Daas Buscheli muess dusse hogge!»
Denn macht er s Grütz und sait no gschwind:
«Füür uns zellt numme s Jesuskind!»
Und D Stächpalme:
E chläine Root an Groosse Root
zur Linderig vo Schreck und Not:
Diet die, wo am lütschte chrääie, doch um Himmels Wille vor em Gang ans Rednerpult e Viertelstündli stille.

Zum Schluss gibt es für unsere Lieblingsgugge noch einen konstruktiven Vorschlage der Wanderratte:

Wägere nid uffgschaffte historische Lugge,
duet me z`Basel e Gugge medial bespugge.
Damit kain me die Gugge inne Egge ka drugge,
han ich e Vorschlag ganz e schmugge:
«Nämmed das Signet und diend eych denne,
ab näggscht Joor Naager-Rhygass nenne!»

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