Die Verkürzung der Uhren- und Schmuckmesse um zwei Tage hat die Messe Schweiz bereits kommuniziert, nun sind nach Aussage von Messe-Sprecher Christian Jecker «konzeptionelle Anpassungen» in Arbeit. Erwartet würden weniger Aussteller, was zu einer Verkleinerung der Messe führt. Mit einem neuen «Platzierungskonzept» sollen die drohenden Löcher zum Verschwinden gebracht werden.

Für die wirtschaftlich gebeutelten Aussteller ist die Baselworld ein Kostenfaktor, den sie zunehmend nicht mehr zu stemmen bereit sind. Ein regionaler Kommunikationsexperte mehrerer internationaler Uhren- und Schmucklabels sagt: «Für drei meiner Kunden lohnt sich die Präsenz in Basel wohl nicht mehr.»

Exklusiv Baselworld-Hallen

Den noblen Luxusmarken mit ihren teuren Messepalais will die Baselworld nun anderweitig entgegenkommen. Jecker sagt: «Geprüft wird die Möglichkeit, jeweils in den geraden Jahren einige grosse Standbauten stehen zu lassen, womit die Standbaukosten der entsprechenden Aussteller über zwei Jahre gerechnet spürbar reduziert werden können.» Zum Verständnis: Ausser für die Swissbau, die in geraden Jahren jeweils im Januar stattfindet, wird das glitzernde Messezentrum ausschliesslich für die künftig noch sechs Tage dauernde Baselworld genutzt.

Gespart wird an vielen Orten, was sich auch bei den Zulieferern niederschlägt. Einen guten Auftrag hat die Reinacher Druckerei Birkhäuser verloren. Diese produzierte bisher den aufwendigen Messekatalog und entwickelte dazu eigens ein Layoutprogramm, um das 640-seitige Werk zu gestalten. Ab 2018 erscheint ausschliesslich ein Online-Katalog, bestätigt Jecker. Er sagt: «Die Nachfrage ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen.» Vom Aufgeben ist bei der Baselworld keine Rede: «Ziel ist es, die einzigartige Qualität als weltweit wichtigste Plattform der Uhren und Schmuckindustrie zu erhalten.»