Seit mittlerweile sechs Jahren steht das ehemalige Kaufhaus Rümelin La Mode leer. Nun will der Eigentümer, die thurgauische Hess Investment, den Umbau vorantreiben. Vergangene Woche hat er ein Baugesuch eingereicht. Parterre und erster Stock sind für die Burger-Kette «Holy Cow» reserviert, vom zweiten bis zum fünften Obergeschoss sind Wohnungen geplant.

Gleichzeitig hat die Bauherrschaft ein generelles Baubegehren gestellt. Sie fragt, ob die strassenseitige Baulinie in die Flucht des Nebenhauses und damit nach vorne geschoben werden könne. Der Vorschlag entspreche einem Wunsch der kantonalen Denkmalpflege im Sinne einer «Stadtreparatur».

Projektleiter Klaus Morlock sagt: «Die Bauherrschaft das nimmt das Anliegen gerne auf, allerdings unter der Bedingung, dass die damit verbundenen Anpassungen in absehbarer Zeit erfolgen.» Sonst würde eben «ohne Reparatur» nur innerhalb der bestehenden Gebäudehülle saniert.

Beat Zahno, Leiter der Abteilung Baulinien und Landerwerb im Baudepartement, erklärt das Prozedere: Es brauche eine öffentliche Planauflage, eine Genehmigung durch den Regierungsrat, eine ordentliche Baubewilligung sowie einen Landerwerbsvertrag. Die lange Liste an Adminstrativschritten sollte jedoch in nützlicher Frist
abzuarbeiten sein, meint Zahno. Es müsse wohl mit einem halben Jahr gerechnet werden, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass keine Einsprache eingehe und keine Ferien zu Verzögerungen führten. (CM)