Badesaison

Die Basler Gartenbäder trotzten der Coronakrise

Das Gartenbad St. Jakob verzeichnete 2020 die meisten Badegäste im Kanton.

Das Gartenbad St. Jakob verzeichnete 2020 die meisten Badegäste im Kanton.

Die drei städtischen Gartenbäder blicken trotz verspätetem Saisonstart auf einen guten Sommer zurück.

In Basel wurde trotz Corona fleissig geplanscht. Das Sportamt blickt zufrieden auf die Gartenbadsaison 2020 zurück. Dies, obwohl der Badisommer sechs Wochen später als geplant starten musste. Trotz Spätstart pilgerten von 6. Juni bis Mitte September 361967 Badefreudige in die Gartenbäder St. Jakob, Eglisee und Bachgraben.

In Letzterem dauerte die Saison gar noch zwei Wochen länger.

«Wir sind sehr zufrieden, denn anfangs hatten wir viel schlechtere Zahlen erwartet», sagt Peter Portmann, Leiter Bäder, Kunsteisbahnen und Gastronomie beim Sportamt. Portmann liefert mehrere Erklärungsansätze für das gute Resultat: «Einerseits war es ein wichtiger Faktor, dass viele Baslerinnen und Basler ihre Sommerferien hier verbracht haben.»

Unterstrichen wird dies dadurch, dass die besucherreichste Woche des Jahres in die Sommerferienzeit fiel: Vom 3. bis 9. August strömten die meisten Wasserratten in die Badis. Am besucherreichsten Tag, dem 9. August, passierten fast 12000 Gäste die Drehkreuze.

«Wir wollten dort für Sicherheit sorgen, wo sich die Leute nahe kommen können»

Ein weiterer Grund für die positive Bilanz sei, so Portmann, die eher liberale Handhabung der Coronaschutzkonzepte in Basel: «Wir wollten explizit dort für Sicherheit sorgen, wo sich die Leute nahe kommen können, also etwa im Kassen- oder Restaurantbereich und in den Garderoben. Ansonsten setzten wir auf den gesunden Menschenverstand: Dort, wo die Leute schwammen und in der Sonne lagen, sollte die Freude daran auch im Vordergrund stehen dürfen.» Diese Handhabe sei bei den meisten Gästen enorm gut angekommen.

Trotzdem müssen auch die Basler Gartenbäder einen Besucherrückgang hinnehmen. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 13 Prozent weniger. «Alles in allem haben wir ein gutes Durchschnittsjahr erlebt – das ist in Coronazeiten bereits viel wert», sagt Portmann. Auch das Wetter, das in diesem Sommer zwar meist gut war, aber kaum Rekord-Hitzeniveaus erreichte, habe dazu beigetragen. Ganz unfroh ist Portmann über diese Tatsache nicht: «Das Wetter war genau richtig. Der Andrang war immer gut, aber nie so riesig, dass wir die Kassen hätten schliessen müssen, um eine sichere Badeatmosphäre zu gewährleisten.»

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