Kulinarik

Die Basler Genusswoche – ungefähr wie «Slow Food», nur anders

«Es geht nicht nur darum, gut zu essen und auszuprobieren. Die Genusswoche will auch eine Botschaft vermitteln», sagte Daniel Nussbaumer.

An der ersten Basler Genusswoche machen deutlich mehr Partner mit als erwartet.

Baselbieter Wildschwein, städtischer Honig und Schweizer Shrimps: Vom 12. bis 22. September findet in Basel zum ersten mal die Genusswoche statt. Mehr als 500 Angebote werden dann präsentiert, über hundert lokale Partner beteiligen sich an der Schlemmerwoche.

Doch die Basler Genusswoche will nicht eines unter vielen Kulinarik-Festivals sein: «Es geht nicht nur darum, gut zu essen und auszuprobieren. Die Genusswoche will auch eine Botschaft vermitteln», sagte Daniel Nussbaumer, Projektleiter der Genusswoche Basel, gestern vor den Medien. So fördere die Genusswoche Basel nicht nur die Freude am guten Essen, sondern habe ein besonderes Augenmerk auf Regionalität, Saisonalität und das Handwerk gelegt. Was die Zielsetzung betrifft, sei somit das Projekt «Genusswoche» laut Nussbaumer mit dem Konzept von «Slow Food» verwandt.

Erwartungen «bei weitem» übertroffen

Entsprechend nahe am Konsumenten präsentierte sich Christoph Hartmann, Küchenchef der Taverne Johann, der die Medienschaffenden in seinem Lokal zur Pressekonferenz bewirtete: Ein Baselbieter Wildschwein wurde vor den Augen der Gäste verarbeitet, bevor es wenige Minuten später den Weg in die Küche findet. Dazu serviert wurden frischer Fisch aus der Region und Beilagen von lokalen Bauern und Bäckereien.

Primäres Ziel sei es von Anfang an nicht gewesen, möglichst viele Veranstaltungen anbieten zu können. Entsprechend überrascht sind die Organisatoren von dem grossen Anklang, der das Projekt gefunden hat: «Unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Statt den erwarteten 30 beteiligen sich nun über 100 Partner an der ersten Basler Genusswoche», so Nussbaumer. Bei ihnen kann man vor allem eines: degustieren. Sich aber auch wertvolle Inspiration zu Themen wie Lebensmittelverarbeitung holen: In der Mensa des Gymnasiums Bäumlihof etwa wird täglich ein Menu aus Lebensmittelresten angeboten.

Wichtig ist Nussbaumer vor allem, dass die Genusswoche ein abwechslungsreiches Programm anbieten kann. Schliesslich solle Genuss nicht nur bestimmten, sondern allen Menschen vergönnt sein: «In der Vielfalt ist für jeden was dabei.»

Ballungszentrum der kulinarischen Woche wird der Samstag, 21. September, sein: Dann steigt das Genussfestival mit über 70 Veranstaltungen in der ganzen Stadt. In den Merian-Gärten etwa können frische Produkte aus dem ausgeliehenen Picknick-Korb dort genossen werden, wo sie angepflanzt wurden – in den Gärten selbst. Und während einer Bienen-Velotour können der städtische Imker und seine urbanen Arbeitsplätze besucht werden.


   

www.genusswochebasel.ch

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