Reaktionen
«Die Basler haben verstanden, dass ihre Zukunft trinational ist»

Das benachbarte Ausland reagierte zufrieden auf den Ausgang der Schweizer Wahlen. Im Dreiland ist man froh, dass die trinationale Zusammenarbeit wie bisher fortgeführt werden kann.

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Wahlen Basel-Stadt

Wahlen Basel-Stadt

Kenneth Nars

Jean-Marc Deichtmann, den Bürgerlichen nahestehender Maire von Huningue und Präsident des Trinationalen Eurodistricts Basel (TEB), reagiert mit «grosser Befriedigung» auf das Wahlergebnis. Die Kampagne, sich abzuschotten, habe nicht verfangen. «Die Basler haben verstanden, dass ihre Zukunft trinational ist», sagt er, und verweist auf die Tramverlängerungen oder das Projekt der Raumentwicklung «Dreiland». Die Wähler hätten verstanden, dass eine Politik, die Wohlstand, wirtschaftliche, kulturelle und soziale Entwicklung bringe, weiterverfolgt werden müsste. Auch Jean-Marie Zoellé, ebenfalls bürgerlich orientierter Maire von Saint-Louis, reagiert positiv auf den Ausgang der Wahlen. «Wir haben es ganz sicher mit offenen Politikern zu tun, und das beruhigt mich.»

Jörg Lutz, SPD-naher Oberbürgermeister von Lörrach, hat zwar in Basel keine Wechselstimmung ausgemacht, ist allerdings in der Klarheit vom Ergebnis überrascht. «Seit Jahren arbeiten wir hervorragend mit Basel zusammen, und ich bin froh, dass wir so weitermachen können. Davon profitieren alle.» Lutz verweist auf grosse Projekte bei Verkehr, Raumplanung und die Internationale Bauausstellung IBA 2020.

Wolfgang Dietz (CDU), Oberbürgermeister von Weil am Rhein, sieht keine wirklichen Veränderungen durch den Ausgang der Basler Wahlen. «Ich habe in der Vergangenheit mit jedem gut zusammengearbeitet, egal welcher politischen Couleur.» Interessant sei der Ausgang des 2. Wahlgangs, weil der Regierungspräsident für die Kontakte ins nahe Ausland zuständig ist. (psc)