Ersatzwahl

Die Basler Linke im Freudentaumel: SP vom eigenen Erfolg überrascht

Was für ein Jubel: SP-Präsident Pascal Pfister bei der Bekanntgabe der Basler Zwischenresultate.

Was für ein Jubel: SP-Präsident Pascal Pfister bei der Bekanntgabe der Basler Zwischenresultate.

Die Basler SP zeigt sich überrascht vom eigenen Erfolg. Bei den Ständerats- und Regierungsratswahlen liegt die jeweilige Kandidatin vorn, bei den Nationalratswahlen werden die zwei Sitze ohne grossen Aufhebens gewahrt. Die Wähler stehen hinter der Partei, sagt SP-Präsident Pascal Pfister.

SP-Präsident Pascal Pfister zum Abschneiden aller Kandidatinnen:

Linksgrüner Jubel: SP-Kandidatin Tanja Soland, Basta-Co-Präsidentin Heidi Mück und Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

Linksgrüner Jubel: SP-Kandidatin Tanja Soland, Basta-Co-Präsidentin Heidi Mück und Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

«Es zeichnete sich zwar ab, dass wir nahe bei der Bevölkerung politisieren. In den vergangenen zwei bis drei Jahren gewannen wir einige Abstimmungen. Ich bin aber überrascht, wie deutlich die Linken in allen drei Wahlen abgeschlossen haben. Offensichtlich stehen die Wählerinnen und Wähler nicht nur hinter den Sachthemen, sondern auch hinter der Partei.»

Beda Baumgartner, SP-Vizepräsident, zum Nationalrat:

Überraschung und Freude mit SP-Kandidat Mustafa Atici (Mitte).

Überraschung und Freude mit SP-Kandidat Mustafa Atici (Mitte).

«Der Linksrutsch in Basel-Stadt ist Realität. Im Nationalrat erreichen wir ein sehr gutes Ergebnis, die Grünen gewinnen auch stark. Wir wollten von Beginn weg einen dritten linken Sitz. Mit diesem Resultat kommt dies zustande. Zudem freut es mich sehr, dass die SVP abgewählt wird. Das ist eine klare Aussage der Basler Wählerinnen und Wähler zur ausgrenzenden, menschenfeindlichen Politik der SVP. Eva Herzog konnte ein überragendes Ergebnis in den Ständeratswahlen erreichen. Sie punktete mit ihren klaren Werten.»

Beda Baumgartner, SP-Vizepräsident, zum Regierungsrat:

SP-Regierungskandidatin Tanja Soland bei den Interviews.

SP-Regierungskandidatin Tanja Soland bei den Interviews.

«Und bei den Regierungsratswahlen stützt die Bevölkerung die erfolgreiche rot-grüne Politik der vergangenen Jahre. Das ist ein super Ergebnis. Insgesamt ist es ein guter Tag für die Linke in Basel und eine Anerkennung für unsere Politik der vergangenen Jahre. Das Ergebnis von 2015 war sehr stark. Die Herausforderung war gross, dies zu halten. Das haben wir aber geschafft. Und mit den Urnenstimmen übertreffen wir es vielleicht sogar noch.»

Sarah Wyss, SP-Grossrätin, zum Frauenwahljahr:

Eva Herzog (mit dem Rücken zur Kamera) und Tanja Soland schaffen beide die Wahl im ersten Durchgang. Herzog in den Ständerat und Soland in die Basler Regierung.

Eva Herzog (mit dem Rücken zur Kamera) und Tanja Soland schaffen beide die Wahl im ersten Durchgang. Herzog in den Ständerat und Soland in die Basler Regierung.

«National hat der Linksrutsch nicht stattgefunden, dort verliert die SP und die Grünen gewinnen. Hier in Basel sieht es anders aus. Als Stadtkanton ticken wir einfach anders. Und wir hatten Top-Kandidaten, viele davon gute Frauen. Ich hoffe, der Trend des Frauenwahljahrs setzt sich weiter fort – auch für die Nationalratswahlen. Ich spreche da nicht nur von meiner Kandidatur. Es wäre schön, wenn Katja Christ oder Esther Keller den Sprung ins Parlament schaffen würden. Ich weiss nicht, ob wir jemals eine Mehrheit von Frauen gehabt haben.»

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