Regierungspräsident Guy Morin (Grüne) stellte am Donnerstag den Bericht der Finanzkontrolle über die Nebenbeschäftigungen der Alt-Regierungsräte vor. Dabei verschwieg die Basler Regierung einen wichtigen Aspekt.

Gemäss einem Bericht der „Schweiz am Sonntag“ ist die Untersuchung der Finanzkontrolleure keineswegs beendet. So arbeiten diese derzeit noch an einem Bericht über die Honorare der Basler Chefbeamten. Ursprünglich hat die Regierung der Finanzkontrolle den Auftrag erteilt, die Nebenbeschäftigungen der Alt-Regierungsräte sowie der Chefbeamten gleichzeitig zu untersuchen. 

Dies, nachdem Gesundheitsdirektor Carlo Conti (CVP) wegen zu viel kassierter Honorare zurückgetreten war. Wegen des grossen Umfangs sollte die Finanzkontrolle in zwei Etappen duchgeführt werden. Erstens soll sie die Nebeneinkünfte der aktuellen Regierungsräte untersuchen. Zweitens soll sie auch die ehemaligen Regierungsräte der vergangenen zehn Jahre sowie die Kaderleute unter die Lupe nehmen. 

Die Finanzkontrolle hat die Untersuchung zu den Chefbeamten jedoch gestoppt, als sich abzeichnete, dass der Bericht veröffentlicht werden könnte, und rechtliche Probleme auftauchten. Voraussichtlich wird der Bericht über die Honorare der Kantonsangestellte diskret behandelt, um einen weiteren Medienwirbel zu vermeiden.