Im Hauptgebäude, dem Kollegienhaus, war an jeder Ecke etwas zur Geschichte oder zum Leben an der Universität Basel zu sehen. Draussen stand das aktive Erleben der Dutzenden von Studienrichtungen im Mittelpunkt. Auf dem Petersplatz kamen sowohl Auge, Ohr und Gaumen auf ihre Kosten.

Wohl die meisten besuchten zuerst das Kollegienhaus und befassten sich mit dem aktiven Erleben der Fakultäten. Das war allen voran für die Kleinsten ein besonderer Leckerbissen.

In spielerischer Art und Weise erfuhren sie von nahem, was sie in ein paar Jahren vielleicht auch in der Theorie in den Gebäuden der Uni erforschen werden. Für jene, die sich noch intensiver mit der Geschichte der Universität Basel auseinandersetzen wollten, lud der Christoph Merian Verlag zur Buchvernissage «Orte des Wissens» von Georg Kreis: eine kompakte Geschichte der ältesten Universität der Schweiz.

Kulinarische Vielfalt

Als das Ballett des Basler Theaters um sechs Uhr auf der Hauptbühne des Petersplatzes «Carmen» aufführte, schien der Nachmittag langsam dem Abend zu weichen. Die Leute suchten sich ein gemütliches Plätzchen zum Essen – und solches gab es reichlich.

Aus den Dutzenden Zelten roch es nach Raclette, Bratwürsten und Fajitas. Für das abschliessende Dessert standen das frischgebackene Magenbrot oder die gebrannten Mandeln bereit.

Stiller Has und DJ Antoine

Das Publikum war tagsüber bunt gemischt und vertrat alle Schichten der Gesellschaft. Als die Dunkelheit über den Petersplatz zog, sank das Durchschnittsalter und das Unifest verkam zum Treffpunkt der Basler Vor-Ausgangsszene. Diese liess es sich nicht nehmen, die bevorstehenden Konzerte auf der Hauptbühne aktiv mitzuerleben.

Um neun Uhr war es zuerst an der Schweizer Mundart-Band Stiller Has. Schlag auf Schlag übernahmen zwei Stunden später die Basler Schlagertruppe Dief-Flieger das Zepter.

Dort, wo sonst die Professoren ihre Vorlesungen halten, bebten gegen Mitternacht die Wände. Der Baselbieter Star-DJ Antoine heizte mit seinen Beats in der Aula gehörig ein.

Ruhiger als auf der Hauptbühne und in der Aula ging es am Samstagabend im Pathologiehörsaal im Universitätsspital zu. Dort feierte die Theaterproduktion «Heimweh und Verbrechen» Premiere. Das Stück von Beate Fassnacht, Hilde Schneider und Balthasar Streiff zeigt die Zeit Ende des 19.Jahrhunderts, als Gewaltverbrechen die Öffentlichkeit erschütterten.