Jetzt ist es passiert: Die Zahl der leeren Wohnungen im Kanton Basel-Stadt ist auf 0,2 Prozent gesunken. Im Stadtkanton war damit am Stichtag 31. Juli die Leerwohnungsziffer gleich tief wie in Zürich.

Wer eine Wohnung sucht, wird in Riehen und Bettingen (0,5 Prozent) eher fündig als im Wettstein, Gotthelf oder Bachletten (0,1 Prozent). Ausweichen in den Landkanton allerdings, ist ebenfalls nicht mehr so einfach: Auch dort ist der Leerwohnungsbestand gesunken.

Weiter zugespitzt hat sich die Wohnungsnot, weil in Basel weniger Wohnungen gebaut werden, als Nachfrage besteht. Die Stadtbevölkerung wuchs um rund 1500 Personen. Aber nur 171 zusätzliche Wohnungen kamen 2013 auf den Markt. Die Verantwortlichen der Stadtentwicklung erwarten für 2015 und 2016 eine Entspannung der Situation, weil je rund 350 neue Wohnungen fertig gebaut sein werden, zum Beispiel auf der Erlenmatt und in der Schorenstadt.

Nur: Viele dieser Wohnungen im Bau sind bereits vermietet. Ob also tatsächlich wieder mehr Wohnungen leer stehen werden, ist laut dem Statistischen Amt Basel-Stadt schwierig vorherzusagen. Wahrscheinlicher ist, dass sich die Leerstandsquote, tief wie sie ist, stabilisiert.

Welcher Weg aus der Wohnungsnot führen soll, darüber ist sich Basel auch anderthalb Monate vor der Abstimmung über die Stadtrandentwicklung Süd und Ost nicht einig. (hpa/sda)