«Ich sehe keinen Helikopter» – es sollen die letzten Worte des Piloten vor dem Crash gewesen sein. Danach brach die Verbindung mit dem Zielflughafen in Speyer (D) ab. Beim Zusammenstoss einer Piper der Fluggruppe Basel und einem Helikopter der Deutschen Rettungsflugwacht starben am letzten Dienstag in Oberhausen-Rheinhausen vier Menschen.

Jetzt zeigt sich: Die beiden Schweizer Piloten, der ältere 61 Jahre, der jüngere 48 Jahre, waren Mitglied der Motorfluggruppe Fricktal (MFGF).

"Wir haben bei einem tragischen Unglück zwei unserer Kollegen verloren", schreibt die Motorfluggruppe auf ihrer Internetseite. Und weiter: "Der Absturz macht uns fassungslos und zutiefst traurig. Wir sind in Gedanken bei den Familien der Verunglückten und trauern mit ihnen." Die gleiche Trauerbekundung hat auch die Flugschule Basel aufgeschaltet.

Beim älteren Piloten handelt es sich um den Flugplatzleiter und Cheffluglehrer auf dem Flugplatz Schupfart. Sein 48-jähriger Kollege stammt aus Laufenburg. Sein Ziel: Linienpilot werden. Die Ausbildung zum Berufspiloten machte der Aargauer bei der Basler Flugschule auf dem Euro Airport in Mulhouse.

Youtube: Interview mit dem Bürgermeister von Oberhausen-Rheinhausen

Qualifiziert und erfahren

Der Präsident der Motorfluggruppe beschreibt beide Piloten als hervorragend qualifiziert und erfahren. Gegenüber der BAZ bezeichnete Cornelius Bürgin den Crash als einen traurigen Zufall: "Stellen Sie sich vor, auf beiden Seiten einer Wand bohren zwei Leute ein Loch. Die Chance, dass sich die Bohrer treffen, ist winzig klein, aber eben vorhanden."

Dramatische Ereignisse

Für die Motorfluggruppe Fricktal ist es das zweite Unglück ihrer Geschichte, seit 1998 die Kunstflieger Christian und Daniel Schweizer abgestürzt sind.

Die Flugschule Basel erlebte bereits Ende letzten Jahres einen Schreckmoment: Eines ihrer Flugzeuge war fast mit einem anderen Privatflugzeug zusammengestossen.