Massnahmen
Die beiden Basel begrüssen den Beizenlockdown

Basel ist mit geschlossenen Beizen bereits vertraut. Nun kommt der Gastro-Lockdown in der ganzen Schweiz. Die Kantonsregierungen zeigen sich erfreut über die Verschärfungen des Bundes.

Zara Zatti
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Nicht nur in Basel: Nun müssen die Restaurants im ganzen Land schliessen.

Nicht nur in Basel: Nun müssen die Restaurants im ganzen Land schliessen.

KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Am Freitag beschloss der Bundesrat seine neuen Massnahmen im Kampf gegen die steigenden Coronafallzahlen. Die Regierungen beider Basel begrüssen die verschärften landesweiten Regeln. Für den Landkanton gelten ab Dienstag deutlich stärkere Einschränkungen. Auf zusätzliche Verschärfungen im grösseren Stil will der Kanton verzichten. Eine neue Regel gibt es allerdings: Ab heute Samstag gilt ein Besuchsverbot in den Spitälern, wobei diese nach wie vor Ausnahmen machen dürfen.

Mit dem Beizenlockdown sind die Basler schon vertraut. Dieser gilt in der Stadt seit dem 23. November. Neu müssen aber auch die Museen und Freizeiteinrichtungen schliessen. Die Museen zeigen sich zwar enttäuscht, erachten die Massnahmen grösstenteils aber als sinnvoll. «Wir verstehen die Massnahmen, denn die Gesundheit der Mitarbeitenden und Besucherinnen hat für uns oberste Priorität», schreibt etwa die Kunsthalle Basel.

Zahlen steigen in beiden Basel

Im Kanton Basel-Stadt wurden per Freitag 119 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Somit steigt die Zahl der Infektionen auf insgesamt 7179 an. Zwei weitere Personen sind an den Folgen der Krankheit gestorben. Die Zahl der Verstorbenen beträgt im Stadtkanton somit neu 123. In einem Basler Spital werden aktuell 98 Erkrankte behandelt, 15 davon auf der Intensivstation.

Im Baselbiet wurden am Freitag 149 neue Infektionen gezählt. Somit erhöht sich die Zahl aller Infektionen auf insgesamt 9368. In Spitalpflege befinden sich 62 Personen, 4 davon auf der Intensivstation. Zwei Personen müssen beatmet werden. Im Landkanton sind vier weitere Personen an den Folgen einer Infektion verstorben, womit die Zahl der Todesfälle auf 124 steigt. Im Schwarzbubenland gab es auf den Freitag insgesamt 14 Neuinfektionen.

Regierungsrätin Soland positiv auf das Coronavirus getestet

Die Basler SP-Regierungsrätin Tanja Soland wurde am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet und hat sich deswegen in Isolation begeben. Dies teilte der Kanton am Freitagnachmittag mit. Die Finanzdirektorin werde ihre Aufgaben so weit als möglich weiterhin wahrnehmen, da sie bisher nur milde Symptome habe.

Die anderen Regierungsmitglieder würden keine Symptome aufweisen. Sie müssen auch nicht in Quarantäne. Dies, weil der Regierungsrat seine Sitzungen stets mit Masken abhält und zusätzlich die Abstandsregeln einhält. Soland war diese Woche auch an der Budgetdebatte im Grossen Rat anwesend. Zu einer möglichen Infektion für andere Grossratsmitglieder sagt Beat Flury, Leiter Parlamentsdienste: «Im Grossen Rat werden die Abstände konsequent eingehalten. Dazu gibt es eine Maskenempfehlung.»