Basler Fasnacht

«Die Blaggedde wird nicht besser, wenn ich drei Tage lang nachdenke»»

Der Künstler Kurt Walter präsentiert die Fasnachts-Plakette 2013 im Volkshaus in Basel.

Der Künstler Kurt Walter präsentiert die Fasnachts-Plakette 2013 im Volkshaus in Basel.

Der 62-jährige Kurt Walter hat die Blaggedde 2013 gestaltet. Viel Zeit hat sich der freischaffende Künstler für die Gestaltung nicht gegeben. In einem Tag hat er die Plakette gezeichnet – an den Wettbewerbssieg hat Walter nicht gelglaubt.

Herr Walter, wie gross war Ihre Freude, als Sie vom ersten Platz Ihres Entwurfes erfuhren?

Kurt Walter: Ich war sehr überrascht. Ich habe im August meinen Entwurf eingereicht und seither nicht mehr daran gedacht.

Dies macht den Anschein, Sie hätten Ihre Zeichnung nicht mit der Erwartung eingereicht, unbedingt gewinnen zu wollen.

Nein. Die Wettbewerbs-Einladung hängt bei mir immer an der Wand. Aber ich gebe nur einen Entwurf ein, wenn mir spontan eine Idee kommt. Und mehr als einen Tag investiere ich nicht. Es wird nämlich nicht besser, wenn ich drei Tage lang nachdenke.

Wie ist Ihnen die Idee so spontan eingefallen, eine Plakette zur Kantonsfusion zu kreieren?

Ich habe an einem Sonntag beim Frühstücken in der Zeitung wieder einmal einen Artikel über die Fusion gelesen. Ich dachte, das ist das ideale Thema für eine Fasnachtsplakette. Am Montag – am Tag des Einsendeschlusses – habe ich den Entwurf dann abgegeben.

Wollen Sie mit Ihrer Plakette eine Botschaft übermitteln?

Nein, gar nicht. Sie ist eine lustige Art, an das Thema zu erinnern. Die Fusion ist eigentlich Realität.

Wie ist Ihre persönliche Beziehung zur Fasnacht?

Seit ein paar Jahren bin ich beim «Charivari» und «Drummeli» involviert. Aber an den «drey scheenschte Dääg» bin ich nicht auf der Strasse unterwegs.

Auch nächstes Jahr nicht, trotz Ihrer Plakette?

Nein, das ändert nichts daran. Ich verbringe diese Tage in Salzburg.

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