Buvette
Die Buvette am Dreiländereck geht in einigen Tagen wieder auf

Auch diesen Sommer gibt es eine Buvette beim Dreiländereck. Armin Baumgartner, Betreiber der Beiz «Zum Alten Warteck», übernimmt die Freiluft-Bar und will sie zum 15. Mai eröffnen. Nach wie vor keine Lösung gibt es für das geschlossene Restaurant am Dreiländereck.

Peter Schenk
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Beim Dreiländereck gibt es auch diesen Sommer eine Buvette - sie wird 65 Plätze bieten.

Beim Dreiländereck gibt es auch diesen Sommer eine Buvette - sie wird 65 Plätze bieten.

Juri Junkov

Peter Stalder, Geschäftsführer der Basler-Personenschifffahrts-Gesellschaft (BPG), ist zufrieden: «Mit Armin Baumgartner übernimmt ein Profi die Buvette am Dreiländereck.» Der Innerschweizer Baumgartner, der neben der Buvette mit seiner Firma Mountain and Sea unter anderem die Kleinbasler Traditionsbeiz «Zum Alten Warteck» bis zu ihrem Abriss betreibt («Schweiz am Sonntag» berichtete), wollte die Bar ursprünglich schon am 1. Mai aufmachen, hat aber vom Kanton die Bewilligung noch nicht erhalten. Nun hofft er, diese für den 15. Mai zu bekommen und sie dann zu eröffnen.

«Wir werden Grillgerichte, ein Salatbuffet, mediterranes Essen, und Flammkuchen anbieten», erklärt er. Bei schönem Wetter soll die Buvette von Montag bis Sonntag immer geöffnet haben. «Wenn es stark regnet, machen wir zu, und ab Oktober wird sie geschlossen.» Die Öffnungszeiten sind von 11 bis 21 oder 22 Uhr, wobei Baumgartner dies von der Anzahl der Gäste abhängig machen will und abends von «Open End» spricht.

Auf der Terrasse, die laut Stalder 20 mal 30 Meter gross ist, stehen 65 Sitzplätze zur Verfügung. Nach Baumgartners Investition in Sonnenstores sind nun alle Plätze überdacht. Für die Zusammenarbeit mit Armin Baumgartner gebe es «ein Potenzial von drei Jahren», führt Stalder aus.

Restaurant ist seit 2010 zu

Die Schweizerischen Rheinhäfen hatten die Liegenschaft am Dreiländereck, in der sich auch ein weiterhin geschlossenes Restaurant befindet, Ende 2010 den BPG abgekauft und 2012 die Räumlichkeiten der Bar an sie verpachtet. Das Restaurant ist seit 2010 geschlossen und ein ewiger Problemfall. Mehrmals gaben Pächter aufgrund der isolierten Lage auf. Eine neue Perspektive hat sich noch nicht ergeben. «Es gab die eine oder andere Anfrage, jedoch ist es schwierig, eine adäquate Nutzung für diesen Ort zu finden», berichtet Nina Hochstrasser, Mediensprecherin der Schweizerischen Rheinhäfen. «Die Infrastruktur ist veraltet und für ein Restaurant nicht mehr geeignet. Bislang liess sich kein tragfähiges Konzept ausmachen», fährt sie fort.

Baumgartner ist klar, dass Beschriftungen, die sich zum Beispiel schon bei der 8er-Tramendstation befinden könnten, den Weg zur Buvette weisen müssen. «Beim ersten Mal habe ich selber den Weg nicht gefunden.»

2012 hatten die BPG von Ende Mai bis Ende September schon einmal eine Buvette am Dreiländereck betrieben . Die anfängliche Zusammenarbeit mit Job Factory, bei der Berufspraktikanten der Einstieg in die Arbeitswelt ermöglicht werden sollte, stellte die BPG kurz vor den Sommerferien ein. Danach übernahm die Bar eine vom Arbeitsamt vermittelte Person.

Die Grundsatzentscheidung, die Buvette 2013 wieder zu eröffnen, fällten BPG und Rheinhäfen gemeinsam. 2012 wurden mit der Bar keine Verluste gemacht. «Die Nachfrage war vor allem am Wochenende durch die Spaziergänger gut. Eine Stammkundschaft für das Mittagessen hat sich allerdings noch nicht entwickelt», hatte Stalder Anfang Oktober 2012 gegenüber der bz bilanziert.

Betreiber gut geeignet

Abends seien die möglichen Aktivitäten der Buvette wegen der Lärmbelastung der deutschen und Elsässer Nachbarn «extrem limitiert», habe man dem neuen Betreiber gegenüber deutlich gemacht, betont Stalder. Er ist überzeugt, dass es mit Baumgartner ein «gutes Angebot» geben wird. «Armin Baumgartner scheint uns als Betreiber der Buvette sehr geeignet.»