Die Pflegerinnen sind überzeugt: Es brauchte den Gang an die Öffentlichkeit, damit sich die Leitung des Universitätsspitals Basel (USB) stärker um die Wiederbesetzung der vielen vakanten Stellen auf der Chirurgie-Abteilung 6.2 kümmert. Die Überlastung des Personals, die die «Schweiz am Wochenende» im März publik gemacht hatte, konnte mittlerweile etwas reduziert werden.

Konkret bestätigt das USB auf Anfrage: «Neue Mitarbeitende konnten gewonnen werden und per Herbst werden alle Stellen besetzt sein. Die 6.2, in deren 36 Betten vor allem Patienten mit urologischen, plastisch-chirurgischen und handchirurgischen Erkrankungen behandelt werden, «befindet sich auf einem positiven Weg, was sich am eindruckvollsten am Arbeitsklima auf der Station ausdrückt», so das USB.

Das bestätigt auch eine diplomierte Pflegefachfrau, die dort arbeitet: «Es stossen nun beständig neue Mitarbeiter hinzu. Die Situation hat sich dadurch schon verbessert.» Zurzeit sei die Arbeitsbelastung allerdings weiter hoch, da es lange dauere, bis die Neuen gut eingearbeitet seien. Noch braucht die Abteilung Unterstützung aus dem USB-internen Mitarbeiter-Pool. Externe Temporärkräfte, die einen Grossteil des Problems darstellten, sind kaum mehr nötig.

Weiterhin kein Thema für die Spitalleitung ist es, das Stellenbudget, das auf der 6.2 heute 35,7 Stellen beträgt, generell aufzustocken. Dafür setzte das USB eine andere Forderung der Angestellten um: Neu gibt es einen zusätzlichen «Mittel-Dienst», der während der intensivsten Stunden Entlastung bringt.

Eine letzte Baustelle bleibt: Ende August verliert das USB Stationsleiterin Christina Gregor. Und bis jetzt konnte noch keine Nachfolgerin gefunden werden. Das Personal befürchtet erneutes Chaos. Das USB versucht, zu beruhigen: «Wir sind auf einem sehr guten Weg.» Zumindest eine Lösung ad interim sei sichergestellt.