Basel

Die Curler marschieren mit Militärmusik durch die Basler Innenstadt

Mit einer Parade durch die Freie Strasse wurde die Curling-WM in Basel eröffnet. Die Organisatoren erwarten bis 50 000 Besucher in der Joggelihalle und 9000 Übernachtungen in Basler Hotels. Tickets für Kurzentschlossene gibt es aber auch noch.

Die ältere Dame aus Genf konnte ihr Glück kaum fassen. Da besucht sie in Basel einen Verwandten und läuft dabei Bundesrat Ueli Maurer über den Weg. Kein Wunder blieb sie stehen und fragte neugierig, was denn hier los sei. Los ist die Curling-Weltmeisterschaft der Männer in Basel.

Zur offiziellen Eröffnung zogen die Curler gestern begleitet von einer Militärmusik der Rekrutenschule, der City of Basel Caledonia Pipe Band und Bundesrat Ueli Maurer von der Barfüsserkirche an den vielen Schaulustigen vorbei durch die Freie Strasse zum Marktplatz. Dort verabschiedeten sie sich unter Applaus ins Rathaus, wo die Eröffnungsfeier mit den Offiziellen und den geladenen Gästen anstand.

Basel als Gaststadt im Mittelpunkt

Die Parade durch die Basler Innenstadt war der Auftakt zur Curling-Weltmeisterschaft der Männer in Basel. «Wir haben diese Idee sehr unterstützt, um in der Stadt sichtbar zu machen, dass Basel Austragungsort und Gastgeberin ist», sagt Sabine Horvath, Leiterin des Standortmarketings. Bis zu 50 000 Besucher erwarten die Organisatoren an den beiden WM-Wochenenden in der Joggelihalle. 9000 Übernachtungen bringt der Anlass der Basler Hotellerie. Weltweit werden die WM bis zu 35 Millionen Zuschauer an den Fernsehbildschirmen verfolgen.

«Das ist eine enorme Zahl, die Basel viel Bekanntheit bringt - gerade in für uns wichtigen Zielmärkten wie Deutschland, den USA oder China», sagt Horvath. «Wir erhoffen uns zudem positive Imagewerbung für Basel als Standort für Forschung, Wirtschaft und als Kulturstadt.»

Curling-Frauen machten Werbung

Werbung in eigener Sache macht Basel auch als Gaststadt für einen Grossanlass. Das Ziel des Standortmarketing ist es, regelmässig Europa- und Weltmeisterschaften oder ähnliche Grossanlässe in diversen Sportarten nach Basel zu holen. Mit der einmaligen Fussball-EM 2008 und den alljährlichen Swiss Indoors hat sich Basel bereits mehrfach bewiesen. «Die Curling-WM ist eine weitere wichtige Referenz für künftige Anlässe», sagt Sabine Horvath.

Positive Werbung, das war auch der sensationelle Triumph des Schweizer Frauenteams an der Curling-WM vergangene Woche in Kanada - für die Männer-WM in Basel. «Dieser Sieg wird sich in jeder Hinsicht positiv auf die Männer-WM auswirken», ist Sabine Horvath überzeugt. «Damit hat die Curling-WM in Basel auch in der Schweiz eine grössere Aufmerksamkeit erhalten.»

Es gibt noch Tickets

Erste Auswirkungen sind bereits zu spüren. Diese Woche wurden noch einmal einige Tickets für die WM in Basel verkauft. Schon über 1200 Dauerkarten für das ganze Turnier konnten abgesetzt werden. Vor allem aus Kanada, dem erfolgreichsten Curling-Land, und Schottland reisen viele Fans nach Basel.

Sabine Horvath kann Kurzentschlossene, die noch kein Billet haben, jedoch beruhigen: Es gibt noch für alle Spieltage Tickets zu kaufen, sowohl im Vorverkauf als auch an der Tageskasse. Horvath hofft auf viele Schweizer Fans, denn: «Es ist bereits eine Euphorie spürbar und wenn das Team den Heimvorteil nützen kann, ist vielleicht sogar eine aussergewöhnliche Leistung möglich.»

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