Tag des Denkmals

Die Denkmalpflege öffnet Türen zu verschlossenen Sälen

Die Basler Altstadt steht für ein Stück Geschichte. Nächsten Samstag können Besucher am Europäischen Tag des Denkmals hinter ihre Fassaden blicken.

Es sieht aus, als müssten sie sich gegenseitig wärmen. So nahe stehen die hohen, schmalen Häuser in der Basler Altstadt zwischen Heuberg und Blumenrain. Es ist ein Stück Geschichte, an dem Spaziergänger vorbeischlendern. Im Mittelalter wohnten an der Petersgasse und am Nadelberg die reichsten Bürger. Die Luft war hier besser als weiter unten in den Gewerbequartieren. Kein Wunder: Das Abwasser floss lange einfach den Hang hinunter.

Viele der Häuser, ihre Innenhöfe, die Zimmer und Säle mit Stuck an den hohen Decken und alten Holzböden blieben bis heute erhalten. Meistens aber können sie nur von aussen bestaunt werden. Die wenigsten der historischen Gebäude sind im Alltag zugänglich. Am Samstag, 10. September, dem europäischen Tag des Denkmals, ist das anders. Die kantonale Denkmalpflege nimmt sich den Tag zum Anlass, die sonst verschlossenen Türen zu versteckten Innenhöfen und prachtvollen Sälen zu öffnen.

Auf Führungen können Besucher die Basler Altstadt neu kennenlernen, ihre Dichter und Denker. Sie erfahren mehr über die Geschichten hinter den Namen der engen Gassen und dürfen sich ruhig auch darüber freuen, dass heute noch fast alles so ist wie damals. Bis ungefähr ins Jahr 1930 hat die Stadt nämlich mehrere Häuser in der Altstadt gekauft – nicht etwa, um sie unter Denkmalschutz zu stellen, sondern weil die Stadtplanungsbehörden neue, breitere Strassen bauen wollten. (nla)

Tag des Denkmals Samstag, 10. September

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