Elsässerstrasse

Die «Elsi»-Besetzer beschreiten den formalen Weg: Petition soll Abriss verhindern

Besetzte Häuser Elsässerstrasse

Die leer stehenden Liegenschaften wurden schon viermal besetzt. (Archiv)

Besetzte Häuser Elsässerstrasse

Nun soll mit einer Petition der Abriss der besetzten Liegenschaften verhindert werden.

Der Widerstand gegen den Abriss der Liegenschaften 128-132 an der Elsässerstrasse geht in die nächste Runde. Nach mittlerweile mehreren Hausbesetzungen wird nun gleichzeitig der formale Weg beschritten. Der Konflikt um Basler Wohnraum zeigt sich hier exemplarisch. Mit einem am Montag verschickten Communiqué wird für Mittwoch die Übergabe einer Petition angekündigt, welche Regierung und Grossen Rat auffordert, sich für den Erhalt der Liegenschaften einzusetzen. Gezeichnet: das Petitionskomitee.

«Es ist unverständlich», ist in der Mitteilung zu lesen. «Es herrscht Wohnungsnot, die Mietpreise schiessen in die Höhe und die Sinnhaftigkeit von Investitionsprojekten führen wiederum zu leerstehenden Häusern.» Die Situation werde durch renditegetriebene Projekte wie an der Elsässerstrasse weiter verschärft.

Vor rund einem Jahr hatte die Areion Management AG als Eigentümerin allen Mietern gekündigt. Obwohl die Zugänge in der Zwischenzeit zugemauert worden sind, wurden die Häuser Mitte April zum insgesamt bereits vierten Mal besetzt – und dieses Mal bis heute von der Polizei nicht geräumt. «Bis dato ist kein Strafantrag gestellt worden», erklärt Polizeisprecher Martin Schütz auf Anfrage.

Es brauche eine sozial verträgliche Perspektive für eine künftige Nutzung der Liegenschaften an der Elsässerstrasse und in Basel, wird nun gefordert. Immerhin widerspreche profitorientiertes Vorgehen klar den Wohn-Initiativen. Günstiger Wohnraum solle daher dem Markt entzogen werden, etwa über gemeinnützige Gemeinschaften. Hier aber seien bisherige Kaufanfragen erfolglos geblieben.
   

Hausbesetzung Oktober 2018

Autor

Daniel Ballmer

Daniel Ballmer

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