Elsässerstrasse

Die «Elsi» ist schon wieder besetzt – und die Basler Polizei hat «ein Auge darauf»

Die leer stehenden Liegenschaften wurden zuvor schon dreimal besetzt.

Die leer stehenden Liegenschaften wurden zuvor schon dreimal besetzt.

Es brauche «hartnäckiges Durchhaltevermögen, bis die Immobilienhaie sich auch die letzten Zähne ausgebissen haben», melden sich die Besetzer via Communiqué. An den Liegenschaften an der Elsässerstrasse 128-132 zeigt sich der Konflikt um Basler Wohnraum exemplarisch.

Im vergangenen Mai hatte die Areion Management AG als Eigentümerin allen Mietern gekündigt. Obwohl die Zugänge in der Zwischenzeit zugemauert worden sind, sind die Häuser gestern zum insgesamt bereits vierten Mal besetzt worden.

Die Basler Polizei habe Kenntnis von der Ankündigung einer Besetzung, erklärt Polizeisprecher Toprak Yerguz. «Entsprechend haben wir auch ein Auge auf die Liegenschaft.» Eine Hausräumung scheint vorderhand aber nicht geplant zu sein, was darauf schliessen lässt, dass die Hausbesitzerin bis gestern keine Strafanzeige eingereicht hat.

Die Eigentümerschaft lasse die Häuser schon seit Mai leer stehen und verwahrlosen, kritisieren die Besetzer. Dieses profitorientierte Vorgehen widerspreche aber klar den Wohn-Initiativen. Es seien denn auch rund 100 Einsprachen gegen den drohenden Abriss der Liegenschaften eingegangen – darunter eine vom Neutralen Quartierverein St. Johann und vom Basler Heimatschutz.

Die Besetzer fordern nun einen «Dialog auf Augenhöhe» mit der Hausbesitzerin über eine sofortige Nutzung der Liegenschaften gegen Bezahlung von Wasser und Strom. Die «Elsi» solle wiederbelebt werden.

   

Hausbesetzung Oktober 2018

Autor

Daniel Ballmer

Daniel Ballmer

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