Besetzung
Die «Elsi» ist schon wieder Geschichte: Am frühen Mittwochmorgen wurde geräumt

Das Ende war absehbar: Am Mittwochmorgen um 6 Uhr traf die Polizei ein und räumte die besetzten Häuser an der Basler Elsässerstrasse 128-132.

Mirjam Kohler
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zvg

Seit Samstagmittag waren die Häuser an der Elsässerstrasse 128-132 besetzt. Am Mittwochmorgen um 6 Uhr rückte die Polizei aus und räumte die Besetzung. Wie auf sozialen Medien zu lesen war, standen die Häuser zum Zeitpunkt der Räumung bereits wieder leer.

Dies bestätigte auch die Basler Polizei in einer Medienmitteilung: Als sie kurz vor sechs Uhr vor Ort eingetroffen sei, zeigten sich auf einem Balkon zwei vermummte Personen. Bei der Durchsuchung des Gebäudekomplexes seien diese nicht mehr anzutreffen gewesen.

Während des Einsatzes sperrte die Kantonspolizei die Elsässerstrasse für den Individualverkehr; der öffentliche Verkehr war davon nicht betroffen.

Besetzte Häuser an der Elsässerstrasse
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Die zugemauerten Eingänge wurden kurzerhand aufgebrochen.
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Die Besetzer und Besetzerinnen haben den Innenhof gestaltet, unter anderem mit dieser Wunschtafel.
Teilweise stehen die Mauern noch.
Dem Innenhof wurde neues Leben eingehaucht.
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Teilweise werden die Mauern auch mit Leitern überwunden.
Die Häuser von Innen...
... präsentieren sich in einem sehr guten Zustand.
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Vor der Besetzung ist ein Infotisch aufgebaut.

Besetzte Häuser an der Elsässerstrasse

Nicole Nars-Zimmer (niz)

Besetzung als Protest

Die Aktivistinnen und Aktivisten wollten mit der Besetzung einerseits den Abbruch der Altbauhäuserzeile verhindern, andererseits auf die ihrer Meinung nach fehlgeleitete Stadtplanung, die Verdrängung der ansässigen Bewohner zu Gunsten profitableren Mietern zum Ziel habe.

Am Samstag findet im St. Johann ein Aktionstag zum Thema «Stadtentwicklung von unten» statt. Die Besetzung und Räumung der «Elsi» dürfte auch dort ein wesentliches Thema sein.