Art Basel
Die (fast) un-artige Stadt

Kurz vor der Eröffnung der Art-Nebenmessen ist in den Strassen wenig Artiges zu sehen. Mit einer Ausnahme.

Martina Rutschmann
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Gerbergässli
9 Bilder
...weiter geht es mit Installationen in den Schaufenstern.
Schmuck und Blumen, was will man mehr?
Die "Cytokinese" im Vintage Store.
Und plötzlich ist da eine Hand.
Vielversprechender Titel: "Blick aus dem Fenster auf das Meer".
Und wieder Wölklein, allerdings schwebende, aus denen es nie regnet.
Ist es eine Schublade? Oder wäre das zu kurz gedacht?
"Schatten-Musik" umringt von Schmuck.

Gerbergässli

Martina Rutschmann

Die haben was drauf, die Jungs und Mädels vom Vorkurs der Schule für Gestaltung: Wolken, bewegter Draht auf Leinwand, Zellteilung. Wüsste der Laie nicht, dass die Installationen von Anfängern stammen, würde er annehmen, das sei ein Vorgeschmack auf die Kunstmesse Art.

Ist es aber nicht – offiziell. Inoffiziell aber sehr wohl.

Die Installationen befinden sich gute zwei Kilometer von den heiligen Kleinbasler Messehallen entfernt in der Grossbasler Altstadt. Die kleine Schwester der Gerbergasse, das parallel verlaufende Gerbergässlein, wurde am Wochenende einmal mehr zum öffentlichen Kunstraum.

Glück vielleicht?

Wie bereits bei ähnlichen Aktionen in der Vergangenheit machen auch bei «Gerbergässlein bewegt» mit 20 Geschäften ein Grossteil der Ladenbetreiber mit. Kein Wunder: Ihre Schaufenster erhalten dank ungewohnter Objekte mehr Aufmerksamkeit – und das, ohne dass sich die Ladenbesitzer selber ins Zeug legen mussten.

Die Kunstschülerinnen und -schüler haben die Installationen dem jeweiligen Angebot der Läden angepasst. Wo Geschirr und Besteck verkauft wird, flimmert Geschirr und Besteck auf der Leinwand und... Naja, was der «blühende Blumenregen» genau mit den Fingerringen zu tun hat? Glück vielleicht? Egal, es sieht gut aus und bringt Leben in die Gasse!

Rund um die Uhr, gratis und noch bis zum 26. Juni.