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Die FCB-Fans verstehen Alex Freis Entscheid

Beim Einmarsch der beiden Mannschaften in den St.-Jakob-Park dürfte gestern Nachmittag der eine oder andere Zuschauer gestutzt haben. Beim FC Basel fehlte ausgerechnet der Mann, der seit Mittwoch für viel Gesprächsstoff gesorgt hatte: Alex Frei sass nur auf der Ersatzbank.

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Alex Frei (hier mit GC-Trainer Forte) nimmt zunächst auf der Bank Platz.
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In der 70. Minute wird er eingewechselt. Knapp zwei Minuten später wird er von Stocker lanciert und trifft an GC-Goalie Bürki vorbei zum 3:0
Das Spiel ist entschieden, Frei jubelt, GC bleibt nur die Ernüchterung.
Frei bedankt sich bei Passgeber Stocker, der das Tor vorbereitet hat.
Alex Frei

Alex Frei (hier mit GC-Trainer Forte) nimmt zunächst auf der Bank Platz.

Keystone (Georgios Kefalas)

Nachdem der Klasse-Stürmer Alex Frei am Mittwoch seinen Rücktritt per Ende Saison verkündet hatte, gab es in der Stadt kaum noch ein anderes Thema. Und so überrascht es nicht, dass beim gestrigen Spiel der Basler gegen die Grasshoppers Alex Frei im Fokus stand, ohne dass er selber auf dem Platz gestanden hätte.

Bei den Fans dominiere Verständnis, über den Entscheid Freis, sagt Thomas Gander, Co-Leiter der Fanarbeit Basel. «Sie können ihn nachvollziehen.» Kritische Stimmen seien ihm keine zugetragen worden. «Man ist auch froh darüber, dass dem FCB nun genug Zeit bleibt, die Nachfolge zu regeln.»

So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass Frei bereits beim Einspielen gefeiert wurde. Als er schliesslich in der 70. Minute für David Degen eingewechselt wurde, brandeten Sprechchöre in der Muttenzerkurve auf: «Das isch mol e Gool», klang es aus der Kurve.

In den Online-FCB-Foren dominierte die Hoffnung, dass Frei nun endlich wieder befreit aufspielen könne: «Endlich ist er es losgeworden, nun ‹schäpperets› regelmässig im gegnerischen Tor», schrieb ein User. Und er sollte recht behalten: Frei machte das, was er in den letzten Jahren immer am besten konnte. Er stand zur richtigen Zeit am richtigen Ort und schoss zwei Tore. (dfs)