Basel
Die Flagge darf hängen bleiben - 100 Jobs gerettet

Ein Beflaggungsstreit zwischen einer Reederei und den Behörden des Kantons Basel-Stadt ist beigelegt. Statt an der Fassade darf das Unternehmen nun seine Schiffsflagge auf dem Dach hissen. Dadurch bleiben dem Stadtkanton wohl über 100 Arbeitsplätze erhalten.

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Um diesen Sitz der Schweizer Agentur der MSC-Reederei in Basel geht es: Wie schon im Fall der Solarmodule am Lonza-Hochhaus im letzten Sommer, lag der Stadtbildkommission nur eine Anfrage vor, jedoch kein ausgearbeitetes Gesuch mit einer Visualisierung. Juri Junkov

Um diesen Sitz der Schweizer Agentur der MSC-Reederei in Basel geht es: Wie schon im Fall der Solarmodule am Lonza-Hochhaus im letzten Sommer, lag der Stadtbildkommission nur eine Anfrage vor, jedoch kein ausgearbeitetes Gesuch mit einer Visualisierung. Juri Junkov

Dank dieser Einigung beabsichtige die Mediterranean Shipping Company (MSC) an ihrem bisherigen Standort in Basel zu bleiben, teilten das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) und das Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU) am Freitag mit. Die Niederlassung Basel der Reederei MSC hatte im Flaggenstreit offen mit dem Abzug ins Baselbiet gedroht.

Die durch einen Entscheid der Stadtbildkommission ausgelöste Kontroverse rief schliesslich gleich zwei Regierungsmitglieder auf den Plan, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Die Vorsteher des BVD und des WSU trafen sich zu einem Gespräch mit der Reederei, an dem eine gütliche Einigung gefunden wurde. Bevor die MSC aber ihre Schiffsflagge auf dem Dach hochziehen kann, muss sie dafür einen formellen Antrag einreichen.

Allerdings habe die Stadtbildkommission die von den beiden Magistraten mit der Reederei vereinbarten Lösung «im Grundsatz» bereits gutgeheissen, heisst es in der Mitteilung. Der Vorsteher des BVD beauftragte die Stadtbildkommission zudem, die rigide Regelung über die Verwendung von Fahnen im Reklamekonzept zu überarbeiten und den realen Bedürfnissen anzupassen.

Die Basler Regierung hätte die MSC nur ungern wegziehen lassen. Immerhin sei die MSC die zweitgrösste Reederei der Welt, und ihre Präsenz in Basel sei für den Logistikcluster von hoher Bedeutung, heisst es im Communiqué