Basler Zolli
Die fünf Känguru-Babys trauen sich noch nicht recht raus

Bei den Kängurus und den Kleinen Kudus im Basler Zoo hat es Zuwachs gegeben. Obwohl die Kängurus schon fast ein Jahr im Zolli leben, haben sie die Pfleger erst vor wenigen Wochen zum ersten Mal gesehen.

Muriel Mercier
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Fünffacher Känguru-Nachwuchs und drei neue Böcke bei den Kudus beim Basler Zolli
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Fünffacher Nachwuchs bei den Kängurus
Drei neue Böcke bei den Kudus
Drei neue Böcke bei den Kudus
Drei neue Böcke bei den Kudus

Fünffacher Känguru-Nachwuchs und drei neue Böcke bei den Kudus beim Basler Zolli

Zoo Basel

Schüchtern äugen die Kängurus in Richtung Fensterscheibe. Plötzlich steht da eine Traube von Leuten vor ihrem Gehege, die sie mit glänzenden Augen beobachtet. Bei Ella siegt die Neugierde. Aufgeregt hüpft sie an der Scheibe entlang, hin und her. Und da sieht man den Grund für die glänzenden Augen der Zolli-Besucher: Aus Ellas Beutel schauen zwei dünne Ärmchen hervor. Ihnen folgt ein herziges kleines Köpfchen. Ella hat Mitte Januar ein Buschi bekommen. Immer wieder hüpft das Kleine aus dem Beutel und erkundet die Welt, um ein paar Minuten später mit einem Köpfler zu verschwinden.

Es sind insgesamt fünf Känguru-Junge, die vor ein paar wenigen Wochen im Zolli geboren wurden. Beziehungsweise zum zweiten Mal auf die Welt gekommen sind. Die eigentliche Geburt bekommt nämlich niemand mit, erklärt Kurator Adrian Baumeyer an der Zolli-Pressekonferenz. Nach nur 30 Tagen Tragzeit kommt ein winziges nacktes und noch nicht fertig entwickeltes Känguru-Baby zur Welt. Mit seinen drei Zentimetern und zwei Ärmchen kraxelt es wie ein Wurm den Bauch seines Mamis hoch und kriecht in den Beutel.

Dort wächst es ungefähr sechs Monate, bis es zum ersten Mal seinen Kopf an die frische Luft hält. Nach acht Monaten wagt es sich das erste Mal heraus und nach elf Monaten hat die Mutter keine Lust mehr, ihr mittlerweile grosses Baby weiter zu tragen.

Hüpfen auf den Zehenspitzen

Die Kleinen von Ella (8) und Dingi (9) hüpfen bereits regelmässig heraus. Jene von Iorka (4) und Dunja (9) werfen erst ab und zu einen vorsichtigen Blick raus und bei Chuppa (12) verrät bisher nur der grosse Beutel, dass sie wohl Nachwuchs bei sich trägt. Namen haben die fünf Babys noch nicht. Dafür müsse man zuerst die Geschlechter bestimmen, sagt Baumeyer.

Kängurus sind soziale Tiere. Das ist in ihrem Gehege nicht zu übersehen. Zwei der Damen legen sich entspannt nebeneinander in den Heuhaufen, eine andere schnuppert an einem Ast und auch Ella entschliesst sich, sich auf dem harten Boden auszuruhen. Ein guter Moment für ihr Baby, wieder einen Versuch nach draussen zu wagen. Noch unkontrolliert versucht es seine ersten Hüpfer und springt wacklig wieder zum Mami zurück. Das Kleine weiss nicht genau, wie die Erwachsenen hüpfen. «Die Kleinen landen auf dem ganzen Fuss. Später lernen sie, sich auf den Zehenspitzen fortzubewegen», erklärt Baumeyer. Eine energieeffiziente Angelegenheit, denn wenn sie einmal hüpfen, geht es wie von selbst.

Drei Kudu-Böcke frischen auf

Doch die Känguru sind nicht die einzigen Tiere im Zolli, bei denen es Zuwachs gegeben hat. Auf der Anlage beim Antilopenhaus springen seit Neuestem drei neue Kleine Kudus herum. Die drei Männchen Leopold, Byron und Fitz sind aus den USA angereist. Ein Unterfangen, das über ein Jahr geplant werden musste, sagt Zuchtbuch-Führerin Beatrice Steck. Die drei sind Teil eines Erhaltungszuchtprogramms und sollen die Basler Herde genetisch auffrischen.

Der Transport war jedoch alles andere als einfach zu organisieren, mussten die Tiere wegen behördlicher Auflagen am Ursprungsort in einer Quarantäne auf verschiedene Krankheitserreger getestet werden. Das selbe Spielchen fand nach der Ankunft der Tiere in Basel noch einmal statt.

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