Zoo Basel

Die Geparde im Basler Zolli führen ein glückliches Single-Leben

Geparde sind Einzelgänger - wie die meisten Katzen. Das ist auch im Zoo Basel nicht anders. Als Singles fühlen sich die Raubtiere am wohlsten.

Mit kurzen Ausnahmen leben die Geparde im Zolli allein. Sie vertragen sich untereinander zwar recht gut, aber das Interesse zwischen Männchen und Weibchen lässt bei zuviel Nähe nach. Es gibt deshalb im Zolli mehrere Einzelgehege.

Sogar bei der Aufzucht der Jungen verzichten die Weibchen auf Hilfe, obwohl sie dann viel mehr auf die Jagd gehen müssen, um den Nachwuchs ernähren zu können. Die Geparden-Anlagen hinter den Kulissen sind für Besucher nicht zugänglich, denn Geparden-Mütter mit Neugeborenen fühlen sich schnell gestört. In der Natur sind sie ständig auf der Hut vor grösseren Raubtieren.

Spitzengeschwindigkeit bis zu 100 km/h

Die Anlagen sind im Basler Zoo so gebaut, dass Männchen und Weibchen sie nacheinander durchstreifen können. Die Duftspuren, die sie dabei hinterlassen, sollen sie zur späteren Paarung anregen. Im Zolli funktioniert das: 2007 und 2009 hat ein Weibchen zwei Würfe mit fünf resp. drei Jungen grossgezogen. Derzeit sind alle Gehege im Zolli belegt. Sie werden von zwei männlichen und einem weiblichen Gepard aus verschiedenen europäischen Zoos und einem jungen Weibchen aus dem Wurf von 2007 bewohnt.

Die Geparde sind bei den grösseren Katzen eine Ausnahmen: Sie jagen am Tag. Bekannt sind sie vor allem für die hohen Geschwindigkeiten, die sie bei Jagen erreichen können: bis zu 100 Kilometer pro Stunde können es sein. Deshalb sind die Geparde auch von schlanker Statur und wiegen nur etwa 45 Kilo. (sra)

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