Festival

Die Headbanger rocken Basel zwei Tage lang

Heute und morgen steigt das grösste Metal-Festival auf dem St.-Jakobs-Areal in Basel. Als Headliner treten Metal-Grössen wie Iron Maiden, Alice Cooper und Limp Bizkit auf.

Heute ist es endlich so weit: Die zweite Ausgabe des Metal-Festivals Sonisphere geht über die Bühne. Genauer gesagt über die Bühnen, denn die Konzerte finden an insgesamt vier Orten statt - in der St. Jakobshalle, in zwei kleineren Hallen und im Leichtathletik-Stadion. «Wir nennen es der Einfachheit halber das St.-Jakobs-Areal», sagt Stefan Weber, Infrastrukturmanager des Festivals. An zwei Tagen treten Metal-Grössen wie Iron Maiden, Alice Cooper oder Limp Bizkit auf.

Seit einigen Tagen laufen die Vorbereitungen für die Sonisphere auf Hochtouren. Insgesamt 40 Arbeiter sind bemüht, unter anderem die Bühnen, Stände und Bodenabdeckungen aufzubauen. «Die Toiletten, die Abfall-Handhabung und die Schleusen und Durchgänge für die Besucher sind uns besonders wichtig», erzählt Weber weiter.

Gegen den Regen gewappnet

Vor allem auf die Sicherheit werde speziell geachtet. Dafür wurden extra Hecken abgetragen und die Zäune beim Kunstrasen-Feld entfernt, um Flucht- beziehungsweise Ausweichplätze zu schaffen. Auch gegen den Regen sind sie gewappnet: «Der ganze Boden des Stadions wird abgedeckt. Somit kann es ruhig regnen», scherzt Weber.

Grössere Probleme seien glücklicherweise bis jetzt nicht aufgetaucht. Aber da das Festival erstmals auf dem St.-Jakobs-Areal stattfindet, «kommen nicht vorhergesehene Dinge auf, aber das gibt es immer». Am meisten hätten sie mit der Infrastruktur zu kämpfen, da sie stets darauf achten müssten, wo sie durchfahren dürften oder ob es genug Platz habe für die Trucks.

20000 Besucher erwartet

Dazu kommt, dass «wir natürlich die Bürde vom letzten Jahr haben», ergänzt Weber. Damals fiel das Festival buchstäblich ins Wasser und die Besucher versanken im Schlamm. «Somit wird uns ganz genau auf die Finger geschaut.»

Erwartet werden rund 20000 Festivalbesucher. Deshalb gebe es ein ausgeklügeltes «Bändeli-Verfahren», damit es vor den Hallen und dem Stadion kein Gedränge gebe. So müsse der Besucher lediglich sein Armband zeigen und nicht noch lange anstehen.

«Ausserdem haben wir für genügend Ess- und Trinkstände gesorgt. Es gibt sogar einen Biergarten.» Neben der Hauptbühne «Apollo Stage» befindet sich das Campingareal, das für 550 Zweier-Zelte Platz bietet. «Man kann aber auch in einer der Turnhallen übernachten, wenn man nicht zelten möchte», so Weber.

Auf dem Gelände sind Nicht-Festivalbesucher ebenfalls willkommen, die einfach ein Bier trinken wollen oder beim Merchandise-Stand etwas kaufen möchten. «Man kann auch spontan vorbeikommen und die Stimmung geniessen, ohne zwingend ein Konzert zu besuchen.»

Unbedingt mit dem Zug kommen

Bei so vielen erwarteten Besuchern ist es besonders wichtig, ein Verkehrschaos zu vermeiden. Und da nur sehr weinige Parkplätze zur Verfügung stehen, raten Stefan Weber und die Kantonspolizei Baselland, unbedingt die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Die SBB bieten in der Nacht von Freitag elf Extrazüge an. Wenn es die Zeit erlaubt, möchte Stefan Weber selber ein paar Konzerte geniessen: «Ein oder zwei Auftritte sollten drin liegen.» (ahu)

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