Gestern Abend ging die 39. Basler Herbstwarenmesse nach neun Messetagen zu Ende. Die Veranstalter ziehen eine durchzogene Bilanz: «Obwohl die Besucherfrequenz in der Rundhofhalle im Rahmen des Vorjahres lag (2011: 100'000 Besucher), klagen einige der rund 200 Aussteller über gesunkene Umsätze», heisst es in einer Mitteilung der MCH Messe Schweiz. «Die Grenznähe und der anhaltende Einkaufstourismus belasten scheinbar auch die Verkäufe auf der Messe.»

Kauflust der Besucher zurückhaltend

Speziell betroffen seien Investitionsgüter wie Möbel, Saunen und Whirlpools. Zufriedene Stimmen kämen hingegen vor allem von Ausstellern mit Verbrauchsgütern im mittleren bis tiefen Preissegment. «Allgemein muss die Kauflust der Besucher auf der Herbstwarenmesse jedoch als zurückhaltend bezeichnet werden», heisst es weiter. Durchwegs positiv bewertet von Besuchern wie Ausstellern wurde die Präsentation von Ladya - Russische Volkskunst, der Huttwiler Wiehnachtsmärit und Trésor de Marrakech.

Die Messeleitung der Herbstwarenmesse werde sich in Hinblick auf das Jubiläumsjahr Gedanken zu der Struktur und dem Datum der Messe machen, schreibt die MCH Messe Schweiz.

8000 Wiesn-Fans trinken 25000 Liter Bier

Solche Gedanken nicht nötig hat die Basel Wiesn. Die dritte Ausgabe schlägt die beiden vorangegangenen Jahre laut einer Mitteilung um Längen: «Deutlich mehr Besucher haben die Wiesn in der Halle 2 der Messe Basel an den vergangenen zehn Abenden besucht». Erstmals waren die beiden Veranstaltungs-Freitage und -Samstage schon zwei Wochen vor dem Start ausverkauft. Von den rund 8'000 Wiesn-Fans wurden 25'000 Liter feinstes Hofbräu Bier, 3'500 Paar Weisswürste, 3'100 Schweinshaxn, 2'800 Hendl und über 10'000 Brezn konsumiert.

Die beiden Münchner Oktoberfest-Bands «Die Bayrischen Hiatamadl» und die «089-Band» begeisterten die Besucher. «Gefeiert wurde jeden Abend in ausgelassener aber friedlicher Stimmung», ziehen die Veranstalter eine positive Bilanz. (nbo)

Feinmesse gut gestartet

Ein äusserst positives Fazit zieht die Leiterin der Basler Weinmesse und der neuen Gourmetveranstaltung Feinmesse, Christina Urhahn: «Unsere Erwartungen wurden klar übertroffen. Wir sind überwältigt davon, wie gut die neue Feinkostveranstaltung, die Basler Feinmesse, beim Publikum angekommen ist.»

Die neue Feinmesse habe bereits in ihrem ersten Jahr rund 27 000 Besucher angelockt, die das Kombiangebot aus Weinmesse und Feinmesse ausprobieren wollten. Und diese Besucher waren, im Gegensatz zur Herbstwarenmesse, auch in Kauflaune, wie Sprecherin Dominique Farner sagt: «Bei der Feinmesse hatten einige Aussteller am Sonntag bereits keine Ware mehr.» Und auch an der Weinmesse wurden offenbar gute Geschäfte getätigt: «Bei uns wurde fast schon überraschend viel bestellt. Vermutlich konnten wir das gute Vorjahresergebnis nochmals übertreffen.» (dre)