Neubau

«Die Heuwaage ist eh schon versaut»: Heimatschutz verzichtet auf Rekurs

Grünes Licht für Heuwaage-Projekt. (zvg)

Grünes Licht für Heuwaage-Projekt. (zvg)

Das Hochhaus an der Heuwaage soll abgerissen werden. Der Heimatschutz kritisiert den Abriss, obwohl er das Gebäude nicht schön findet.

Der Basler Heimatschutz-Obmann Christof Wamister ist kein Fan des Neubaus an der Heuwaage. Mit dem Abriss des bestehenden Hochhauses gehe «ein Stück Heimat verloren», sagte er vor zwei Jahren der bz. Er kritisierte den Abriss des Hauses nach 60 Jahren, auch wenn er es nicht zu den schönsten zähle. Das Gremium behielt sich vor, Rekurs gegen das Projekt einzulegen. Davon sieht der Heimatschutz nun ab. Er verzichtet auf eine Einsprache gegen den Bebauungsplan für das neue Hochhaus, in dem 70 Mietwohnungen sowie Büros und Arztpraxen entstehen sollen. Der Heimatschutz-Geschäftsführer Andreas Häner sagt: «Natürlich sind wir nicht Fan vom Abriss, aber haben uns entschieden, uns auf das Wichtige zu konzentrieren.» Und dazu gehört die Heuwaage nicht. «Die ist eh schon versaut», sagt Häner.

..

Wichtig ist dem Heimatschutz beispielsweise das Völlmy-Areal im Kleinbasel, wo ein barockes Landhaus abgerissen werden soll. Dagegen hat der Heimatschutz diese Woche Einsprache erhoben. Aus Ressourcengründen würden sie aber nicht überall intervenieren. Doch «die Entwicklung, wonach überall Hochhäuser hingeklotzt werden, gefällt uns gar nicht», sagt Häner. Der Kanton liesse jeglichen Planungswillen vermissen.

Meistgesehen

Artboard 1