Morin

Die hiesigen Medien sind nach dem Wahlsonntag unterschiedlicher Meinung

Die Medienbranche beurteilte den gestrigen Abstimmungssonntag unterschiedlich

Die Medienbranche beurteilte den gestrigen Abstimmungssonntag unterschiedlich

Einigkeit herrscht beim wiedergewählten Regierungspräsidenten Guy Morin: Der Grüne müsse seinem Amt schärfere Konturen geben.

Die Schweizer Medien beurteilen die Wahl Guy Morins zum Basler Regierungspräsidenten und Baschi Dürrs zum Sicherheitsdirektor unterschiedlich. Hart ins Gericht ging der Kommentator der «Basler Zeitung» mit Dürr. Er müsse sich schleunigst seine Meinung zu den anstehenden Justiz- und Sicherheitsproblemen bilden. «Dazu hat er sich im Wahlkampf - im Gegensatz zu seinem Parteikollegen Christophe Haller - nie richtig geäussert», so der BaZ-Kommentator. Und auch Guy Morin müsse sich beweisen: Er könne sich in Zukunft nicht mehr nur auf die Rolle des «präsidialen Grüssaugust» beschränken.

«Tageswoche» klingt ähnlich

Für einmal nicht fundamental anders klingt die Forderung der linken Wochenzeitung «Tageswoche» an Morin: «Bis jetzt war zu unklar, wofür seine Abteilungen zuständig sind und was sie wirklich leisten.» Hier brauche es mehr Transparenz. Bei Baschi Dürr habe das Volk zwar die Katze im Sack gekauft, aber im Gegensatz zur BaZ findet die Tageswoche das «gar nicht so übel»: Dürr müsse nun jedoch zeigen, dass er als Sicherheitsdirektor und Intellektueller die Sprache der Polizisten und Feuerwehrleute verstehe.

«Onlinereports»: «Nicht unbedingt Herzensangelegenheit»

Das Onlineportal «Onlinereports» glaubt, dass Dürr mit dem Sicherheitsdepartement seinen Traumjob noch nicht gefunden hat. «Er wird mit Lärmklagen aus der Bevölkerung umgehen und Polizeieinsätze politisch verantworten müssen - vermutlich nicht unbedingt seine grösste Herzensangelegenheit.» «Onlinereports» glaubt, dass Dürr auch innerhalb der Regierung anecken wird: Als Sachverständiger der öffentlichen Finanzen werde er der Kassenwartin Eva Herzog unangenehme Fragen stellen. Herzog lasse aber «bekanntlich auch nicht mit sich spassen.»

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