Ob das Projekt tatsächlich realisiert wird, ist noch offen: Klarheit schaffen soll ein generelles Baubegehren, das die IWB am Dienstag beim Basler Bauinspektorat eingereicht haben. Mit diesem sollen die Rahmenbedingungen für das zweite Holzheizkraftwerk detaillierter überprüft werden. Dabei geht es gemäss der Mitteilung vorab um die Wirtschaftlichkeit und Umweltauswirkungen.

Fallen die Abklärungen positiv aus, wollen die IWB das Baubewilligungsverfahren einleiten und gleichzeitig einen Antrag zuhanden des Grossen Rats ausarbeiten. Dieser dürfte sich nächstes Jahr mit dem Projekt befassen, wie es bei den IWB auf Anfrage hiess.

Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe

Zum voraussichtlichen Investitionsvolumen waren bei den IWB keine Angaben erhältlich. Sicher ist jedoch mit Kosten im zweistelligen Millionenbereich zu rechnen, da solche Projekte erst ab 30 Millionen Franken den Segen des Parlaments brauchen.

Bisher war für das zweite Holzkraftwerk der IWB das Gelände des Fernheizwerks Volta zur Diskussion gestanden. Auch für diesen Standort war ein generelles Baubegehren aufgelegt worden. Das von den IWB in technischer und ökonomischer Hinsicht bevorzugte Gebiet erwies sich nun aber bezüglich Stadt- und Arealentwicklung im Bereich Volta als langfristig weniger gut geeignet.

Ihr erstes Holzkraftwerk hatten die IWB 2008 als damals grösstes der Schweiz beim Schlachthof in Betrieb genommen. Mit einer zweiten solchen Anlage soll der Anteil der erneuerbaren Energie bei der Fernwärmeproduktion weiter steigern.

19'000 Tonnen CO2 weniger

Wie das erste soll sich auch das zweite Holzheizkraftwerk einige Anlageteile mit der Kehrichtverwertungsanlage teilen. Die KVA ist die Hauptproduktionsstätte der Basler Fernwärme.

Produzieren soll das neue Holzheizkraftwerk dereinst rund 80 MWH Wärme und 27 MWH Strom. Dadurch können die IWB die Produktion von Fernwärme entsprechend reduzieren, was den Ausstoss von schädlichem CO2 um 19'000 Tonnen verringert.