FC Basel
Die Joggeliwurst ist verschwunden und das Pfandsystem weitet sich aus

Zum Saisonstart gab es beim FC Basel nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz einige Änderungen. Dazu gehören verschwundene Esswaren und neue Mehrwegbecher-Regelungen.

Céline Feller
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Seit der Rückrunde der Saison 2015/2016 gibt es die Mehrwegbecher im Joggeli. Jetzt wird auch ausserhalb des Stadions überall ein Pfandsystem eingeführt.

Seit der Rückrunde der Saison 2015/2016 gibt es die Mehrwegbecher im Joggeli. Jetzt wird auch ausserhalb des Stadions überall ein Pfandsystem eingeführt.

FCB

Die Sommerzeit ist beim FC Basel gewöhnlich die Zeit des Umbruchs. Jene Zeit also, in der sich das Gesicht der Mannschaft regelmässig und im grossen Stil verändert. In diesem Sommer beschränken sich die Änderungen aber nicht nur auf den Kader. Denn auch im und um das Stadion hat es einige Neuerung gegeben.

«Wir konnten in Zusammenarbeit mit dem Amt für Umwelt und Energie auf die neue Saison hin auch ausserhalb des Stadions eine Lösung finden», erklärt Jonas Blechschmidt, Leiter Stadion und Gastronomie beim FC Basel. Das beutetet konkret: «Alle Gelegenheits-Gastronomen ausserhalb des Stadions, sogar auf Boden von Baselland, verwenden einen Mehrwegbecher oder für PET und Büchsen ein Pfand-System mit Jeton.»

Durchzogene Bilanz beim FCB

Für den FCB, der die Mehrwegbecher im Stadion auf die Rückrunde der letzten Saison hin eingeführt hatte, sei diese Entwicklung sehr positiv, sagt Blechschmidt. «Somit gilt für alle, die an einer Veranstaltung des FCB partizipieren, das gleiche Gesetz. Über diese Massnahme freuen wir uns.» Ausserdem werde durch das Engagement der Gastronomen ausserhalb des Stadions auch dem ökologischen Gedanken Rechnung getan, wie Blechschmidt weiter sagt.

Der FCB selber kann nach einem halben Jahr eine erste, durchzogene Bilanz bezüglich der Mehrwegbecher im Stadion ziehen. «Ich mache noch keine Freudensprünge. Es ist logistisch eine ganz grosse Herausforderung. Und es braucht vielleicht noch etwas Zeit, bis alles reibungslos läuft.»

Die etwa 50 000 Becher, die es pro Match benötige, würden viel Platz brauchen. Blechschmidt: «Ausserdem braucht es nach dem Spiel auch Personal, welches die Becher entgegen nimmt und das Depot wieder zurückerstattet. Dies erhöht leider die Personalkosten, weil die Caterer die Leute länger im Einsatz behalten müssen.»

Die Joggeliwurst ist passé

Beim FCB waren in diesem Sommer aber nicht nur die Mehrwegbecher ein Thema. So hat man sein Sortiment bei den Verpflegungsständen angepasst: Die Joggeliwurst, eine Schweinsbratwurst, wurde gestrichen. «Wir haben festgestellt, dass die Joggeliwurst nur wenig verkauft wird. Und als wir vor eineinhalb Jahren die Stadionwurst eingeführt haben, spielten wir mit dem Gedanken, die Joggeliwurst abzusetzen, wenn die Stadionwurst erfolgreich sein wird.»

Laut Blechschmidt haben sich beim Spiel gegen Sion nicht sehr viele Leute über die Streichung beschwert. Neben der Abschaffung der Joggeliwurst gibt es auch im Burger-Angebot eine Neuerung: «Wir haben im ganzen Stadion einen einheitlichen Burger. Bis vor dem Saisonstart hatten wir diverse Sorten an verschiedenen Ständen. In der Sommerpause haben wir nun aber einen neuen, speziellen Burger kreiert.»

Damit sind die Veränderungen im Joggeli aber noch nicht abgeschlossen. Als nächstes sollen die Verpflegungsstände etwas neu gestaltet werden. Farbiger und frischer sollen die Stände künftig sein, so Blechschmidt.

Als erstes Datum nennt er den Start in die Gruppenphase der Champions League. Dann sollen bereits einige Stände «im neuen Kleid daherkommen». Und bis Ende Jahr soll dieses Projekt bereits abgeschlossen sein.