Sechs Wochen lang hat das Straussenpaar Manyara und Baringo im Zoo Basel gebrütet. Die Henne tagsüber, der Hahn in der Nacht. Dann, am 20. Dezember war es soweit: Zehn Strausse schlüpften. Seither gibt es für die jungen Strausse nur eines: Fressen. Und so schnell wie möglich wachsen.

Das tun sie ganz erfolgreich, wie am Medienapéro am Mittwoch zu sehen war. Seit dem Dezember sind sie schon einige Zentimeter in die Höhe geschossen. Ein Problem dabei ist, dass die Strausse kein Sättigungsgefühl kennen. Vor allem im Fall von jungen Straussen gilt es, genau auf die Futtermenge und -zusammensetzung zu achten: «Fettleibigkeit oder, wie im Fall der jungen Strausse, zu schnelles Wachstum kann sich negativ auf die Entwicklung der Knochen auswirken.»

Vorfreude auf Frühling

In den ersten Wochen werden die Küken regelmässig gewogen, um zu überprüfen, ob die Futtermengen korrekt sind. Dies ist nötig, weil die Tiere gleich nach dem Schlüpfen aus dem Nest flüchten und ihre Nahrung selber aufpicken.

Die jungen Strausse dürfen sich nun auf den Frühling freuen. Dann werden sie ihre umgestaltete Küken-Aussenanlage nutzen können. Und wenn sie dann im Frühsommer gross genug sind, steht der Umzug in die Afrika-Anlage an. Bis dahin heisst es: Wachsen, wachsen, wachsen – damit sie den neugierigen Zebras aus dem Weg gehen können.