Angefangen hatte alles mit einem 73. Rang im Schloss Ebenrain in Sissach. Dann schaffte der Riehener Peter Huber an seinem «Heimturnier» im Wenkenhof als Zehnter die Finalqualifikation. Auf Schloss Wildenstein steigerte er sich nochmals auf Rang 9. Und schliesslich am Dienstagabend im Basler Waisenhaus die Krönung: Huber holt im vierten und letzten Turnier der Qualifikationsserie mit 3275 Punkten überlegen den Tagessieg.

Kein Zweifel: Der 54-jährige BVB-Tramchauffeur und passionierte Fussballschiedsrichter kann jassen. Früher klapperte er von Clubhaus zu Clubhaus die Jassturniere der Fussballvereine ab. Zu den vier Qualifikationsturnieren der bz-Jasskönig-Serie ist er deshalb mit einer klaren Ansage angetreten: «Ich will erster bz-Jasskönig werden!» Jetzt, da er an allen vier Jassabenden teilgenommen hat und sich ein Bild von der Konkurrenz machen konnte, sagt er: «Mit einem Podestplatz im Final wäre ich hochzufrieden.»

Der jüngste Teilnehmer hatte Pech

Insgesamt wird Peter Huber in knapp zwei Wochen im Weiherschloss Bottmingen 39 Gegnerinnen und Gegnern gegenüber stehen. Die letzten zehn Finalistinnen und Finalisten verdienten sich gestern Abend im Kleinbasel ihre Teilnahmeberechtigung. Pech hatte dabei Benedikt Hächler, mit 13 Jahren der jüngste aller Teilnehmer, und wie Huber an allen vier Qualifikationsturnieren mit von der Partie: Als 16. verpasste der Binninger Sek-Schüler den Finaleinzug um läppische 39 Punkte. Dagegen bestätigte der Riehener Rolf Ghirlanda, mit 3402 Punkten im Wenkenhof der Rekordsieger aller Qualifikationsturniere, seine Ambitionen und lieferte als Achter wiederum ein Topresultat ab.

Peter Huber meldete sich insbesondere auch deshalb für alle vier Turniere an, «weil ich alle Schlösser sehen wollte». Ihm und 39 Anderen winkt jetzt neben der fünften Schlossbesichtigung sogar die Krone des bz-Jasskönigs.